Handballer des SV 08 Auerbach scheitern an der Top-Abwehr des Zweitliga-Absteigers TV ...
Teuer verkauft, aber wieder verloren

Kein Durchkommen für Felix Müller (Mitte) vom SV 08 Auerbach (rechts Kenny Schramm): Die Abwehr des TV Hüttenberg ließ nur 17 Gegentreffer zu. Bild: Florian Gümbel
Erst am frühen Sonntagmorgen kehrten die Handballer des SV 08 Auerbach von ihrer ersten Auswärtsfahrt zurück und hatten trotz erneut aufopferungsvollem Kampf und guter Leistung eine 17:22-Niederlage gegen den Zweitliga-Absteiger TV 05/07 Hüttenberg im Gepäck. Mit nun 2:6 Punkten belegen die Oberpfälzer weiterhin Platz 9 in der 3. Liga.

Sich wieder gegen ein Top-Team teuer verkauft, aber wieder verloren - so oder so ähnlich könnte man das Spiel des SV 08 Auerbach in Hüttenberg zusammenfassen. Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson bescheinigte den Gästen eine gute Leistung und machte ihnen ebenso Hoffnungen, wie schon die Übungsleiter der vorherigen drei Gegner: "Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen unangenehm zu spielenden Gegner." Dabei zeigte sich erneut die Abwehrreihe des Aufsteigers als der bessere Teil der Blau-Weißen. Mit einer aggressiven und aufmerksamen 3-2-1-Formation stellten die Gäste den haushohen Favoriten von Anfang an immer wieder vor einige Probleme.

Einzig auf die taktische Variante des siebten Feldspielers, den Aðalsteinn Eyjólfsson im Verlauf des gesamten Spieles immer wieder aufs Feld beorderte, um die Unterzahl bei Strafzeiten auszugleichen, fand man keine Lösung.

Dennoch sah es zunächst nach einer klaren Angelegenheit für den Favoriten aus, was vor allem daran lag, dass Auerbach nicht am sehr gut haltenden Torhüter Matthias Ritschel vorbei kam. Ein ums andere Mal parierte er die Wurfversuche der Gäste und ließ vor allem die etwa 20 mitgereisten Blau-Weißen Fans fast verzweifeln. Das Team um Tobias Wannenmacher behielt jedoch die Ruhe, stemmte sich gegen die Angriffe des TVH und konnte bis zur 10. Minute durch zwei schnelle Tore von Kenny Schramm und Maximilian Lux ausgleichen. In der 17. Minute netzte Kenny Schramm zum 5:5 ein - dies sollte das letzte Unentschieden des Spieles sein, denn schon kurze Zeit später (22.) hatten die Gastgeber einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen und sich auf 8:5 abgesetzt.

Die Gäste rannten sich in der groß gewachsenen Abwehr fest oder scheiterten an Matthias Ritschel. Als auch noch Abwehrchef Tobias Wannenmacher mit einem Schnitt über dem Auge das Spielfeld verlassen musste, rechnete man mit dem Schlimmsten. Doch das sowieso schon dezimierte Team - neben dem Langzeitverletzten Matthias Schnödt fehlte auch Ferdinand Neuß (Abiturfahrt) - kämpfte aufopferungsvoll weiter.

Und zum Glück stellte sich die Verletzung des Spielertrainers als nicht so gravierend heraus, so dass er seinen Abwehrverbund zusammenhalten konnte. Kurz nachdem Maximilian Lux einen Strafwurf vergeben hatte, erhöhten die Gastgeber mit dem Pausenpfiff dennoch auf 12:7. Kurz nach der Pause dann eine Schrecksekunde für die Gäste. Philipp Schöttner verletzte sich bei einer Defensivaktion am linken Ellenbogen und konnte das Spiel nicht mehr fortsetzen. Die kurze Verwirrung nutzten die Hausherren und erhöhten ihren Vorsprung auf 14:7.

Doch was den Oberpfälzern an spielerischen Mitteln fehlte, machten sie durch Kampfgeist wett. Der eingewechselte Andreas Bayerschmidt zeigte bei einigen Paraden seine Klasse, entschärfte einen Strafwurf und ermöglichte seinem Team das eine oder andere schnelle Gegentor. So kamen die Auerbacher mit einem 1:5-Lauf sogar noch einmal auf drei Tore heran (17:14) - nur um direkt im Anschluss drei Treffer zu kassieren. Damit war das Spiel entschieden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Auerbach (9489)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.