Handballerinnen verlieren überraschend das Oberpfalzderby gegen Obertraubling
Zu viele Tests bei der HSG

Theresa Fröhlich setzt sich einmal am Kreis durch: Insgesamt lief aber bei der HSG zu wenig zusammen, gegen Obertraubling setzte es eine verdiente Niederlage. Bild: ham
Nabburg. (söt) Kein gutes Spiel zeigten die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld am Samstag ihren Zuschauern in der Nabburger Gymnasiumhalle. Sie verloren verdient gegen einen sehr engagierten SV Obertraubling mit 18:23.

Von Anfang an hatten die Damen von Trainer Wolfgang Völkl Schwierigkeiten, in die Begegnung zu finden. Die Gäste aus Obertraubling hingegen, mit Susanne Adam als auffälligste Akteurin, übten von Beginn an immensen Druck auf die gegnerische Abwehr aus. Die Gäste gingen mit 1:0 in Führung, im weiteren Spielverlauf schafften sie es, den Vorsprung auszubauen. Die HSG spielte mit veränderter Aufstellung. Trainer Wolfgang Völkl wollte etwas ausprobieren, und zog Ramona Simbeck aus dem Abwehrzentrum heraus. Theresa Fröhlich übernahm das Kommando. "Es hat ihr viel Kraft gekostet. Sie hat es jedoch sehr gut gemacht", lobte Völkl nachher.

Die körperlich sehr starken Obertraublinger Spielerinnen waren enorm laufstark und zeigten enormem Zug zum Tor. Sie standen immer wieder kurz vor einem Zeitspiel, konnten aber trotzdem noch erfolgreich zum Torabschluss kommen. "Wir haben hier in der Abwehr über weite Strecken gut gearbeitet, jedoch hatte der Aufsteiger aus Obertraubling in vielen Situationen den längeren Atem", sagte Völkl.

10:13 zur Pause zurück

Auch das Angriffsspiel der HSG-Damen war an diesem Tag nicht überzeugend. Zu viele Bälle wurden verloren, so dass die Gäste immer ihren Drei-Tore-Vorsprung behaupten konnten. Beim Spielstand von 10:13 wurden die Seiten gewechselt.

In der zweiten Spielhälfte zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Völkl-Schützlinge konnten wieder viele Torchancen nicht nutzen und scheiterten ein ums andere Mal an der gegnerischen Torfrau. Die Defensive steigerte sich aber im Gegensatz zur ersten Spielhälfte. Die verlorenen Bälle im Angriff jedoch nutzte der Aufsteiger aus Obertraubling konsequent aus und schaffte mit dem 21:14 die Vorentscheidung. In den letzten zehn Spielminuten versuchten die HSG-Damen durch eine 4:2 Deckung Bälle zu erobern, um den Abstand zu verkürzen. Letztendlich gewann der SV Obertraubling aber verdient mit 23:18. Auf Seiten der HSG wurde viel ausprobiert, was zu Verunsicherungen bei den Spielerinnen führte.

"Niederlage kein Beinbruch"

"Kein Thema. Obertraubling hat verdient gewonnen", sagte HSG-Trainer Völkl nachher. "Die Niederlage ist kein Beinbruch. Ich konnte viel ausprobieren, vielleicht war es auch etwas zu viel. Aber das wird uns langfristig helfen und weiterbringen."

HSG-Tore: Simbeck 6, Fleischmann 5/2, Schopper 2, Fröhlich 2, Desing 1, Luley 1, Theresa Stubenvoll 1/1
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