Handy aus im Auto
Medienerziehung

Köln.(dpa) Wenn es in die Ferien geht, wird vielen Kindern während der Fahrt schlecht - sie haben Reiseübelkeit. Besonders häufig sind Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren betroffen. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin. Um Reiseübelkeit im Auto vorzubeugen, sollten Kinder während der Fahrt weder lesen noch einen Film schauen oder mit Smartphone und Co. spielen.

Denn Reiseübelkeit entsteht durch widersprüchliche Sinnesreize. Das Innenohr registriert Bewegung, Augen und Nerven signalisieren hingegen Stillstand. Besser ist es deshalb, nach draußen auf weiter entfernt liegende Dinge zu schauen. Auch frische Luft kann helfen.

TV aus beim Essen

Berlin.(dpa) Familien sollten den Fernseher während der Mahlzeiten generell ausschalten. Das gilt auch, wenn das Gerät nur im Hintergrund läuft. Auch eine leise ständige Geräuschkulisse kann für Kinder wie für Erwachsene unmerklichen Stress bedeuten. Darauf macht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrem Portal "Kindergesundheit-Info.de" aufmerksam. Außerdem sei das gemeinsame Essen für die Familie eine wichtige Gelegenheit, sich zu unterhalten und sich auszutauschen.

Gesundheit

Lieber luftig

Haltern am See.(dpa) Viele Eltern haben Sorge, ihr Neugeborenes zu dünn anzuziehen. Doch an heißen Sommertagen schwitzen auch schon die Kleinsten, sagt die Hebamme Anne Rickermann vom St. Sixtus-Hospital in Haltern am See. "Auch Säuglinge sollte man ruhig luftig kleiden." Tagsüber sei ein Body mit kurzen Ärmeln gut. Babys, die jünger als sechs Wochen sind, sollten außerdem dünne Baumwollsöckchen tragen. Sie bekommen schnell kalte Füße und davon Bauchschmerzen.

In warmen Nächten tragen Säuglinge am besten einen Body - eventuell mit langen Ärmeln - und einen dünnen Schlafsack aus Baumwolle. Mütter und Väter fühlen im Nacken des Babys, ob es schwitzt. Nackt schlafen sollten sie allerdings nicht, da sonst der Bauch zu kalt wird. Außerdem sollte im Zimmer immer frische Luft sein, das Fenster darf ruhig gekippt sein. Aber: Zugluft ist gar nicht gut für Neugeborene.

Aufs Herz achten

Aachen.(dpa) An heißen Tagen sollten Eltern besonders auf herzkranke Kinder achten. Kinder mit Herzrhythmusstörungen seien dann besonders gefährdet, warnt der Bundesverband Herzkranke Kinder. Die Rhythmusstörungen könnten bei Hitze auch auftreten, wenn der Patient Medikamente nimmt. Klagt ein Kind über Herzrasen, sollte es sich sofort hinsetzen oder am besten in den Schatten legen. Außerdem wird seine Haut beispielsweise mit feuchten Handtüchern gekühlt. Hört das Herzrasen nicht auf, muss ein Notarzt gerufen werden.
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