Hanna Regina Uber, gebürtige Stuttgarterin,
Ganz klar: "Wir sind Aschacher"

Künstlerin Hanna Regina Uber (links) zeigte den Mitgliedern der Frauen-Union, wie sie in Aschach lebt und arbeitet. Das Treffen war Teil der Veranstaltungsreihe "Bürger aus der Gmoa". Bild: hfz
und Robert Diem, ein Berliner, gestalten Kunst und Ausstellungen in ganz Deutschland und über die Grenzen hinaus. Doch wie leben und arbeiten die Künstler? Die Frauen-Union wollte es ganz genau wissen.

Freudenberg-Aschach. Wie arbeitet und lebt es sich eigentlich in einem kleinen Ort in der Oberpfalz? Das wollte die Frauen-Union innerhalb ihrer Veranstaltungsreihe "Bürger aus der Gmoa" bei einem Besuch im Kunst-Projekt im ehemaligen Pfarrhof in Aschach erfahren.

Uber und Diem empfingen die Besucher im Innenhof ihres Anwesens vor der liebevoll sanierten Remise, in der sich auch die Ausstellungsräume und das Atelier befinden. Sie schilderten laut einer Presse-Information eindrucksvoll, wie sie es einem Zufall, dem ehemaligen Landrat Dr. Hans Wagner und dem einstigen Bürgermeister Norbert Probst zu verdanken hatten, dass der alte Aschacher Pfarrhof und sie zueinander gefunden haben. Sie waren Ende der 90er Jahre auf der Suche nach einer bezahlbaren Wohnimmobilie, die gleichzeitig auch noch groß genug für ihre Werkstätten und zulässig für ihr Gießereigewerbe sein musste - und möglichst nicht in einem kalten Industriegebiet liegen sollte.

Zufall half gewaltig

Bei einem Termin im Landratsamt trafen sie auf den damaligen Freudenberger Bürgermeister Probst und der Landrat fragte eher nebenbei, ob dieser nicht etwas Geeignetes wisse. Probst hatte eine Idee und holte Uber und Diem nach Aschach. "Viel Idealismus und eine gute Portion Geduld und auch Gelassenheit" seien schon nötig gewesen, beschrieb Diem den Verlauf der Umbau- und Sanierungsarbeiten, denn das denkmalgeschützte Anwesen hielt einige Überraschungen bereit. "Das ging sowieso alles nur, weil Robert handwerklich sehr vielseitig ist und so gut wie alle Arbeiten selber ausführen konnte", pflichtete ihm Uber bei. Etwas unzufrieden äußerten sie sich zum derzeitigen Stand der Sanierung im Wohnhaus: Alles dauere vonseiten der zuständigen Behörden momentan sehr lange, der nächste erforderliche Ortstermin sei beispielsweise erst in fünf Monaten möglich, eigentlich wollten sie mit den Bauarbeiten jetzt schon viel weiter sein.

Anschließend folgte ein geführter Rundgang durch die Ausstellung. Besonders die Erklärungen zu den Objekten entlang des Kunstwanderwegs rund um den Hirschwald fanden bei den Frauen großen Anklang. Auch zur Bürgerskulptur in Amberg wollten sie einiges wissen. Beeindruckt waren alle auch, als Uber ausnahmsweise die Türen in "ihr Reich", das Bildhaueratelier, öffnete und Einblick in die Arbeiten gewährte.

Auch eine Gießerei

Ein Abstecher in die Gießerei von Robert Diem rundete das Treffen ab. Auf die Frage der FU-Ortsvorsitzenden Barbara Gerl, ob sich das Paar in der Gemeinde inzwischen heimisch und von den Bürgern gut aufgenommen fühlt, antworteten beide einhellig: "Wir sind Aschacher."
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