Hans Schreyegg für weitere fünf Jahre zum Kreisarchivpfleger bestellt - Neustädter eine ...
Gedächtnis einer Kommune

Neustadt/WN. (bgm) Die 38 Städte und Gemeinden im Landkreis können weiterhin auf einen kompetenten Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Archiv zählen. Hans Schreyegg ist wieder für fünf Jahre Archivpfleger.

Seit 15. Januar 2010 steht Schreyegg den Kommunen als Berater zur Seite, als "Mittelsmann zwischen Staatsarchiv und Kommunen", wie Archivdirektorin Dr. Maria-Rita Sagstetter die Aufgabe beschrieb. Meier und Sagstetter könnten sich keinen geeigneteren Archivpfleger als Schreyegg vorstellen.

Mit "viel Enthusiasmus" habe Schreyegg seine Aufgabe ausgefüllt, lobte auch Landrat Meier. Dabei habe er es geschafft, das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Archivpflege zu wecken. "Nicht mit erhobenem Zeigefinger, vielleicht mit etwas sanftem Druck" sei es dem Neustädter gelungen, den richtigen Zugang zu den Kommunen zu finden. "Das Archiv ist das Gedächtnis einer Kommune", ist der Landrat überzeugt.

"Sie wissen, welches Archivgut anfällt. Manches Altpapier kann für später durchaus historischen Aussagewert erlangen", betonte Sagstetter. Fachliche Kompetenz, berufliche Erfahrung, das Kennen der Leute vor Ort und diplomatisches Vorgehen zeichneten Schreyegg bei seiner ehrenamtlichen Arbeit aus, würdigte die Leiterin des Staatsarchivs Amberg.

Schreyegg selbst würde sich mehr Hilfe staatlicherseits für das Archivwesen der Kommunen wünschen. Die Gemeinden hätten von keiner Seite Hilfestellung, weder vom Gemeindetag noch von der Staatsregierung noch von Fachzeitschriften. "Die Einarbeitung dauert eine gewisse Zeit. Wenn sich jeder Ehrenamtliche von Adam und Eva an einarbeiten muss, weil kein Schrifttum vorhanden ist, geht viel Zeit verloren", bedauerte der Neustädter.
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