Hat Konkurrenz das Nachsehen?

Der FC Tirschenreuth und der SV Mitterteich II (Szene vom direkten Aufeinandertreffen) sind zwei der vier Teams, die in der Kreisliga Süd um Relegationsplatz zwei kämpfen. Die Kreisstädter empfangen am Sonntag den FC Lorenzreuth, die Landesliga-Reserve tritt bereits am Samstag bei der SpVgg 13 Selb an. Bild: Gebert

In der Kreisliga Süd will sich Spitzenreiter ASV Wunsiedel den Titelgewinn nicht mehr streitig machen lassen. In der drittletzten Spielrunde ist der Vorsprung von vier Punkten kaum in Gefahr.

Tirschenreuth. (kap) Ein Sieg über den ATSV Tirschenreuth (12./34) wäre für Udo Schnurrer, Trainer von Tabellenführer ASV Wunsiedel (1./56) der entscheidende Schritt in Richtung Meisterschaft. Auf den Relegationsplatz spekulieren der SV Mitterteich II (2./52) und der TSV Konnersreuth (3./51). Allerdings droht durchaus Gefahr. Mitterteich gastiert bei der SpVgg Selb (6./44), die endlich einmal über ihren Schatten springen will. Der TSV Konnersreuth hat sich schon im Hinspiel gegen den vom Abstieg bedrohten SV Griesbach (14./22) schwer getan.

Wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt sind zu vergeben, wenn sich die Sportfreunde Kondrau (13./31) und der TSV Thiersheim II (11./34) im direkten Vergleich gegenüberstehen.

ASV Wunsiedel       Sa. 15.00       ATSV Tirschenreuth
Viel wichtiger als den klaren 4:2-Sieg im Spitzenspiel in Konnersreuth bezeichnet ASV-Trainer Udo Schnurrer die anstehende Begegnung. "Mit einem Sieg wäre es ein entscheidender Schritt in Richtung Meisterschaft". Mit einer ähnlichen Leistung wie zuletzt, sollten die Zähler in Wunsiedel bleiben. Fragezeichen stehen lediglich hinter dem Einsatz von Angachev und Krassa. Trotz des 3:1-Erfolges über Selb befindet sich der Gast weiterhin in einer gefährlichen Situation. "Eigentlich müssten wir nachlegen. Aber das wird beim Tabellenführer kaum möglich sein", sieht ATSV-Coach Markus Schaumberger nur wenig Erfolgschancen. Auch ohne Patrick Ksiazka, Jonas König und Linus Hartmann will der Gast dagegen halten.

SF Kondrau       Sa. 15.00       TSV Thiersheim II
Zwei Mal stand das Aluminium in Waldershof einem Erfolg im Wege. "Die 0:1-Niederlage war unnötig, zumal wir den nötigen Druck vermissen ließen", blickt SF-Trainer Jürgen Schmidkonz zurück. In dieser richtungsweisenden Begegnung sieht er sein Team unter Erfolgsdruck. "Eine weitere Niederlage können wir uns nicht erlauben." Nur gut, dass bis auf Urlauber Matthias Rosner das komplette Team zur Verfügung steht. Etwas befreiter reisen die Gäste an. TSV-Vorsitzenden Karl-Peter Mötsch sieht die Hausherren in der Pflicht. "Wir peilen einen Zähler an, um den Gegner in der Tabelle auf Distanz halten." Allerdings gestaltet sich die Personallage nicht gerade rosig.

SpVgg Selb 13       Sa. 16.00       SV Mitterteich II
"Wir haben uns nicht als Mannschaft präsentiert und die Luft ist raus", bilanziert SpVgg-Trainer Stefan Rogler nach der Niederlage in Tirschenreuth. "Gegen das Spitzenteam aus Mitterteich kann Selb einiges zurechtrücken." Auf ein hartes Stück Arbeit blickt SV-Coach Sascha Haberkorn auf den knappen 1:0-Sieg gegen Arzberg zurück. "Mit einem Erfolg wollen wir die Spannung im Meisterschaftskampf offen halten. Aber absoluten Vorrang hat der Relegationsplatz", sagt Haberkorn. Bis auf Andreas Ott steht ihm der zuletzt erfolgreiche Kader zur Verfügung.

SV Steinmühle       So. 14.00       FC Marktleuthen
Eine souveräne Vorstellung bescheinigte SV-Trainer Thorsten Meier seiner Mannschaft in Lorenzreuth. "Sie hat zu ihrer alten Stärke zurückgefunden und Selbstvertrauen für die restlichen Spiel getankt." Die Partie gegen den Tabellenletzten wird mit Sicherheit kein Spaziergang. "Nach der Winterpause haben die Gäste ordentliche Spiele und Ergebnisse abgeliefert. Wir werden uns mächtig strecken müssen", vermutet Meier. "Wir kennen die Steinmühler Stärken und sind darauf bestens vorbereitet", verkündet selbstbewusst FC-Trainer Marc Sommer. Bis auf den zuletzt stark aufspielenden Pawletta reisen die Gäste komplett an.

VfB Arzberg       So. 15.00       SC Mähring
"Im Moment ist das wechselnde Personal nicht unbedingt förderlich", grantelt VfB-Trainer Robert Nothhaft. Am Sonntag sieht es zumindest quantitativ wieder besser aus. Mit einem Dreier versucht der VfB-Trainer den Klassenerhalt endgültig in trockene Tücher zu bringen. Realistisch betrachtet SC-Spielleiter Stefan Schneider die eigene Lage. "Es ist fast unmöglich, den direkten Abstieg noch zu verhindern. Aber so lange noch theoretische Chancen zur Relegation bestehen, geben wir alles", verspricht Schneider. Er selbst fällt aus, ansonsten ist der Kader komplett.

TSV Waldershof       So. 16.00       TV Selb-Plößberg
Zum zweiten Heimspiel in Folge erwartet der TSV einen Gegner, gegen den er in den letzten Jahren immer leer ausging. "Das muss sich unbedingt ändern", fordert TSV-Trainer Markus Kremser. Da die Mitkonkurrenten ebenfalls punkteten, bleibt die Lage kritisch. Allerdings wird das Team durch Ausfälle von Woche zu Wochen weiter dezimiert. "Dennoch geben wir alles, damit die Zähler in Waldershof bleiben." Vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz sind für TV-Coach Daniel Micklisch durchaus aufzuholen. "Der zweite Tabellenplatz ist weiterhin ein Thema", gibt Micklisch offen zu. Aber einen Ausrutscher darf sich die Mannschaft nicht mehr erlauben. Aufgrund des engen Kaders gibt er die Anfangsformation kurzfristig bekannt.

SV Griesbach       So. 16 Uhr       TSV Konnersreuth
Für SV-Spielleiter Benjamin Schmidt sind die Gäste ganz klarer Favorit. "Wie schon im Hinspiel werden wir aus einer verstärkten Abwehr heraus versuchen, den einen oder anderen Konter zu setzen." Auf jeden Fall wollen die Hausherren nicht leer ausgehen, um wenigstens den Abstand zum direkten Abstiegsplatz zu wahren. Jakub Smoranc ist noch gesperrt, ansonsten steht der Kader vom letzten Wochenende zur Verfügung. Nach der 2:4-Niederlage gegen Wunsiedel konzentrieren sich die Gäste laut Spielleiter Christian Werner auf den zweiten Tabellenplatz. "Das wird schwer genug, denn Griesbach erwies sich schon immer als ein unangenehmer Gegner." Trotzdem ist für Werner ein Sieg an der Grenze Pflicht. Personelle Veränderungen gibt es keine.

FC Tirschenreuth       So. 16.00       FC Lorenzreuth
Trotz des erneuten Punktverlustes glaubt FC-Spielleiter Rosner weiterhin an den zweiten Tabellenplatz. Dazu ist natürlich ein Sieg unbedingte Pflicht. "Bei einem weiteren Punktverlust können wir die Relegation abschreiben." Allerdings weiß auch Rosner um die Stärke des Gastes, die man schon im Hinspiel deutlich zu spüren bekam. Die Personallage bessert sich etwas, lediglich Bastian Popp fällt weiterhin aus. Nachdem Stammtorwart Johannes Bächer die Rote Karte sah und Alexander Schirmer sich den Finger brach, feiert Rosner ein Comeback zwischen den Pfosten. "Der Gegner steckt mitten im Aufstiegskampf und ist ganz klar in der Bringschuld und Favoritenrolle", weiß FC-Trainer Fabian Leeb. "Allerdings ist es uns nicht entgangen, dass man mit einer engagierten Leistung punkten kann." Es steht der komplette Kader zur Verfügung.
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