Hauptproblem: Die Raserei

Die Poststraße in Kürmreuth wird demnächst grundlegend saniert. Bild: wku

Die Sanierung der Kreisstraße AS 16 von Kürmreuth nach Hannesreuth soll heuer über die Bühne gehen. Dies teilte Bürgermeister Hans Koch den Markträten mit. Bei einer Besichtigung in Kürmreuth bezüglich der Dorfplatzsanierung machte sich das Kreisbauamt ein Bild, welche Arbeiten auf den Landkreis zukommen.

Mit der Sanierung der AS 16 werden auch gleich die Seitenbereiche der Straße erneuert. Der Bereich beginnt ab der Einmündung "Zum Spielplatz" in Kürmreuth und endet an der Straße nach Hannesreuth. Mit den Sanierungen der Seitenbereiche soll nach Auskunft des Kreisbauamtes schon in den kommenden Wochen begonnen werden. Ein betriebsinterner Bautrupp des Kreises rückt an.

Fahrbahn abfräsen

Anfang August soll begonnen werden, den Fahrbahnbelag abzufräsen, um anschließend eine neue Trag-Deckschicht aufbringen zu können. 2. Bürgermeister Klaus Hafner wies darauf hin, dass am 15. August die Kürmreuther Kirchweih stattfinden wird und hier die Fahrbahn wieder zur Verfügung stehen sollte. Das Kreisbauamt teilte mit, diesen Termin zu berücksichtigen.

Im Zuge dieser umfangreichen Baumaßnahme wird es in den kommenden Wochen immer wieder zu Behinderungen und Sperrungen in diesem Streckenabschnitt kommen. Die Ausfahrt von Hannesreuth jedoch wird auch während der Fräs-und Asphaltierungsarbeiten immer offen bleiben, jedoch in Richtung Kürmreuth nicht befahrbar sein. Schulkinder sind aufgrund der Sommerferien während dieser Zeit nicht berührt. Anlieger aus Kürmreuth im Bereich der Poststraße sind davon besonders betroffen und sollten ihr Auto während der Arbeiten außerhalb dieses Bereiches abstellen.

Wiederholt wurde im Marktrat in der Vergangenheit über den Geh- und Radweg zum Sportplatz diskutiert. Eine Messung der Geschwindigkeit der Fahrzeuge hat nun für traurige Gewissheit gesorgt und selbst schlimmste Erwartungen und Vermutungen übertroffen. Man hat in der Vergangenheit immer als Grund die unübersichtliche Straßenführung auf dem Gelände des TSV-Königstein angeführt, was zum Teil sicherlich zutreffend sei, so Koch. Die Ursache der Gefährdung ist aber eindeutig an anderer Stelle festzumachen: Die Leute rasen. Das ging auch aus der Messung hervor. Auch viele einheimische und ortskundige Mitbürger fuhren zu schnell.

Drei Tage gemessen

Gemessen wurde drei Tage in Höhe des Ortsschildes bei der Firma Ledwinsky. Nahezu alle Verkehrsteilnehmer waren nicht nur zu flott, sondern hatten Geschwindigkeiten auf dem Tacho, bei denen es Fahrverbote gäbe. Manche waren anstatt mit 50 mit 115 Stundenkilometern unterwegs. Der Drang nach einer schnellen Lösung mittels separaten Rad- und Fußweg würde wenig bewirken. Dieser lenke zwar die Radfahrer und die Fußgänger von der Straße, würde aber umso mehr die Raserei auf der Straße fördern. Eine interessante Anfrage stellte die Firma Taubmann. Sie empfahl die Anschaffung von zwei Geschwindigkeitsanzeigern an den Ortsausgängen. Die Firma erklärte sich sogar bereit, diese zu bezahlen.

Bürgermeister Hans Koch fragte den Marktrat an, ob hier eine Bereitschaft zur Anfrage bestehe, was dieser bejahte. Nun sollen Angebote eingeholt werden.
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