Haus St. Laurentius: Bis Herbst Ausbau des zweiten Stocks - Neu: Ausbildung zum ...
Erfolgreiche Nischenstrategie

Zur Zeit sind alle Plätze belegt und es gibt sogar eine Warteliste: Das erfuhr eine Abordnung der Freien Wähler um Thomas Riedl bei ihrem Besuch im Haus St. Laurentius. "Bislang ist kein Eschenbacher hier untergebracht, was eventuell mit der Schließung des früheren Kreiskrankenhauses zusammenhängen mag", sagte Heimleiter Carsten Gleißner-Liske in seinem Überblick über die momentane Situation. Betreut werden aktuell elf Frauen und elf Männer; die Plätze werden demnächst auf 46 erweitert.

Stadtrat Willi Trummer fragte nach, ob die Abteilungen verschlossen seien und ob sich schon einmal ein Bewohner verirrt habe. Gleißner-Liske versicherte, dass dies noch nicht vorgekommen sei. Das Haus sehe sich nicht als Konkurrenz zum BRK-Seniorenwohnheim, da St. Laurentius mit der Aufnahme von ausschließlich dementen Bewohnern eine Nischenstrategie fahre, machte er deutlich.

Problematisch sei der erhöhte Personalaufwand für demente Bewohner, weil die meist körperlich fitten Senioren eine individuelle Ganztagsbetreuung benötigten. Leider sei diese durch die Pflegestufenreform bei weitem noch nicht gegenfinanziert. Die Einstufung werde alle drei Monate ärztlich überprüft. Nach Ansicht des Heimleiters sei das Haus zum Teil auch wie die "Vorstufe" einer Palliativstation.

Der Ausbau des zweiten Stockwerks soll bis Herbst fertiggestellt werden; die Kosten dafür belaufen sich auf zirka 350 000 Euro. Die Vergrößerung führe zu einer weiteren Personalaufstockung und schaffe Arbeitsplätze. Stellenausschreibungen seien bereits weiter gegeben, teilte Gleißner-Liske mit.

Auch hoffe man auf eine Kooperation mit der Altenpflegeschule in Erbendorf: In Zukunft dürfe die einjährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer angeboten werden.

Der Heimleiter wartete schließlich noch mit einer weiteren erfreulichen Nachricht auf: Der Mietvertrag mit der Regens-Wagner-Stiftung in Michelfeld für das dritte Stockwerk sei unterzeichnet, auch dort werde entsprechend umgebaut. Die Station solle noch heuer bezogen werden.

Auf die Nachfrage von Kreisrat Thomas Schopf aus Grafenwöhr, wie es mit der ärztlichen Versorgung der vielen neuen Heimbewohner aussehe, sagte Gleißner-Liske, dass die Regens-Wagner-Stiftung mit den eigenen Hausärzten zusammenarbeiten wolle. Thomas Riedl bedankte sich im Namen aller Freien Wähler für die Arbeit mit den Bewohnern.
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