Hausaufgaben werden oft zu einer Zerreißprobe für die Nerven von Eltern und Kindern. Mamas und Papas wissen häufig nicht, ob und wie sie ihren Sprösslingen beim Lernen zu Hause wirklich helfen können.
Auch Lernen will gelernt sein

Auf großes Interesse stieß der Informationsabend der Grund- und Mittelschule zum Thema "Lerntechniken für zu Hause". Therapeutin Cornelia Achauer (rechts) beließ es nicht bei theoretischen Ausführungen. Sie verordnete den Eltern das Umsetzen des Gehörten in der Praxis. Bild: u
Das wird sich jetzt ändern.

(u) Erfolgversprechende Tipps erhielten die etwa 80 Eltern aus der Grund- und Mittelschule, die zum Informationsabend in die Aula des Schulhauses in Wutschdorf gekommen waren. Konrektorin Claudia Piehler hatte Lerntherapeutin Cornelia Achauer aus Pfreimd eingeladen.

Realistische Ziele setzen

Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Lernen sei, dass die Mütter und Väter kleine und damit erreichbar scheinende Ziele setzen. Um motiviert zu sein, müsse den Kindern auch klargemacht werden, warum sie lernen. Außerdem müsse man sich bewusst sein, dass die Konzentration nach spätestens 20 Minuten abfällt.

Interessant waren auch diese Zahlen: Menschen eigneten sich zehn Prozent ihres Wissens und Könnens durch Lesen an, 20 Prozent durch Hören, 30 Prozent durch Sehen, 70 Prozent durch Sagen und 90 Prozent durch selbst Tun. Achauer unterschied zwischen drei Lerntypen: Der visuelle Typ liebe Bücher, Fernsehen und Kino. Für ihn seien Lernkarten und Mindmaps hilfreich, auch das Markieren und Unterstreichen wichtiger Passagen. Bei Visualisierungen liege die Kunst im Weglassen, um die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu lenken, sagte die Referentin.

Unterschiedliche Typen

Der auditive Lerntyp könne Informationen leicht aufnehmen, sie behalten und auch wiedergeben. Er lerne am besten, wenn er den Lernstoff hört, indem er sich den Text selbst laut vorliest oder einem anderen dabei zuhört. Er könne sehr gut auswendig lernen, indem er den Text laut spricht. Ihm lägen vor allem mündliche Aufgaben. Für den auditiven Typ eigneten sich Lernhilfen über MP-3-Player, das Lernen mit Musik, das Vorlesen und Diskutieren.

Der haptische Lerntyp könne nicht stillsitzen. Er brauche Bewegung. Er benötige keine langen Erklärungen, sondern mache sich sofort selbst an die Arbeit. Für ihn sei das Lernen mit Bewegung, möglichst in kleinen Gruppen, geeignet. Ihm sollten immer wieder Pausen gegönnt werden.
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