Haushalt mit Rekord

Insgesamt 1 761 133 Euro schultert die Gemeinde Irchenrieth dieses Jahr an Neuinvestitionen - ohne Kreditaufnahmen. Das sind über eine Million mehr als im Vorjahr. Die Gemeinde erlässt für 2015 einen Rekordhaushalt.

Irchenrieth. (fz) Der Gesamthaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben bei 3 537 335 Euro. Das sind 1 776 202 Euro im Verwaltungs- und 1 761 133 im Vermögenshaushalt - eine Steigerung um 1 266 180 Euro. Wie sehr die Kommune von der steigenden Einwohnerzahl profitiert, zeigt deutlich der Anteil an der Einkommensteuer mit 570 000 Euro. Im Vorjahr hatte die Gemeinde hier noch 425 000 Euro angesetzt, vor fünf Jahren waren es nur 330 000 Euro. Dies allerdings zieht einen Rückgang der Schlüsselzuweisung von 334 768 Euro im Vorjahr auf 287 668 Euro 2015 nach sich.

Gut liegt Irchenrieth auch bei der Gewerbesteuer mit 150 000 Euro. Die Grundsteuer A (Landwirtschaft) bleibt mit 3450 Euro gleich, die Grundsteuer B steigt auf 68 000 Euro. Kostendeckend sind Wasser mit Gebühren von 95 000 Euro und Abwasser mit 80 352 Euro. Von der Eon erhält die Gemeinde 22 000 Euro Konzessionsabgabe. Bei den Ausgaben sind 7665 Euro Unterhalt der Feuerwehr und 57 000 Euro Umlage an die Schulen in Bechtsrieth und Pirk vorgesehen.

Pro-Kopf-Verschuldung sinkt

Beim Kindergarten beträgt der Gemeindeanteil 95 000 Euro plus 25 000 Euro Betriebskostendefizit. Für den Wegeunterhalt gibt der Ort 8000 Euro, für die Straßenbeleuchtung 7700 Euro aus. Für 60 000 Euro bezieht die Gemeinde Wasser. An die Verwaltungsgemeinschaft Schirmitz sind 155 072 Euro fällig und 8214 Euro Zinsen. Damit verbleibt im Verwaltungshaushalt ein Plus von 145 507 Euro als Zuführung zum Vermögenshaushalt.

Bei den Investitionen im Vermögenshaushalt sind 270 000 Euro als Gemeindeanteil für den Bau der Kinderkrippe durch die Katholische Kirchenstiftung angesetzt. Hier sind 80 000 Euro Fördergelder zu erwarten. Ein Bauplatz steht in "Süd III" als Verkauf für 48 000 Euro zu Buche. Zu erwarten sind 270 000 Euro aus dem Verkauf von Bauplätzen "Am Hennenbach". Für das neue Baugebiet "Süd-West" sind für Grunderwerb und Erschließung 1 241 968 Euro vorgesehen. Man gehe davon aus, dass heuer noch zehn Bauplätze verkauft werden.

Für den Bau des neuen Feuerwehrhauses sind 220 000 Euro bereitgelegt und für nächstes Jahr nochmals 200 000 Euro. Als Förderung sind 150 000 Euro verzeichnet. Weiterhin sind für den Digitalfunk der Feuerwehr 5700 Euro angesetzt. Die Gemeinde hat 293 384 Euro Rücklagen, davon entnimmt sie 37 333 Euro. 54 212 Euro Schulden werden getilgt, so dass die Verschuldung zum Jahresende auf 277 197 Euro sinkt. Das bedeutete eine Pro-Kopf-Verschuldung von 223 Euro.

Einstimmig verabschiedet

Bürgermeister Josef Hammer spricht von einem Rekordhaushalt. "Wir wollten den Feuerwehrhausbau einplanen, die Erschließung des Baugebietes durchführen und als dritte große Maßnahme die Kinderkrippe bauen. Die Zielvorgabe war ,ohne Kredit' und das hat Kämmerer Sven Lederer bravurös geschafft", lobte der Gemeindechef den VG-Kämmerer. Bei solchen Zahlen war klar, dass der Haushalt einstimmig verabschiedet wurde.
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