Haushalt ohne neue Schulden

Einstimmig billigte der Gemeinderat am Montagabend das von VG-Kämmerer Harald Eckstein (links) vorgelegte Zahlenwerk. Bürgermeister Johann Burger (rechts) zeigte sich erfreut, dass die Gemeinde ohne neuen Schulden auskommt. Mit im Bild Protokollführer Florian Haberkorn. Bild: jr

Bürgermeister Johann Burger lächelte zufrieden, nachdem der Leonberger Gemeinderat am Montag einstimmig den Haushalt 2015 verabschiedet hatte: Die Jugendheimsanierung und auch der Breitbandausbau können nun starten, neue Kredite sind nicht notwendig.

Wochenlang hatten Kämmerer Harald Eckstein und Bürgermeister Johann Burger an dem Zahlenwerk gearbeitet, das im Verwaltungshaushalt 1,236 Millionen Euro aufweist, im Vermögenshaushalt 587 109 Euro. Burger wies darauf hin, dass im Verwaltungshaushalt heuer ein Überschuss von 38 413 Euro erwirtschaftet werde, der dem Vermögenshaushalt zugeführt werden soll. "Die Haushaltslage ist weiter angespannt, es bleibt kaum Luft", sagte Eckstein. Aber dennoch könne sich das Resultat sehen lassen, so der Kämmerer.

Eckstein betonte, dass alle Vorhaben in der Gemeinde durchgeführt werden können. Konkret bedeute das die Umsetzung der Jugendheimsanierung und den Beginn des Breitbandausbaus. Max Ernstberger (CSU) fragte dazu nochmals beim Kämmerer nach: "Können wir uns das heuer wirklich leisten?" Darauf gab es von Harald Eckstein ein klares Ja. Bürgermeister Johann Burger freute sich über die zügige Verabschiedung des Haushalts 2015, nachdem die Gemeinde wegen des nicht genehmigten Zahlenwerks 2014 lange Zeit nur bedingt handlungsfähig gewesen war.

Die größten Einnahmequellen sind der Anteil an der Einkommensteuer in Höhe von 304 850 Euro und die Schlüsselzuweisungen in Höhe von 470 720 Euro. Die Gesamtkosten der Jugendheimsanierung belaufen sich auf 260 760 Euro, wobei 65 Prozent vom Amt für Ländliche Entwicklung übernommen werden. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 45 633 Euro, die Restkosten teilen sich Pfarrei und Kirchenverwaltung.

Erheblich reduziert werden können heuer die Schulden. Johann Burger bezifferte den Schuldenstand zum Jahresende 2014 auf 846 000 Euro. Bis Ende 2015 werde dieser Betrag auf 767 764 Euro sinken, auch Dank der Sondertilgung aus der Stabilisierungshilfe in Höhe von 49 000 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung werde sich auf 743,35 Euro reduzieren. Der Fehlbetrag des Haushaltsjahres 2014 in Höhe von rund 150 000 muss laut Kämmerer Eck bis spätestens 2016 abfinanziert werden.
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