Hauswirtschaft als Visitenkarte

Mathilde Schießlbauer, Bürgermeister Georg Köppl (von links), Vertreter der Landwirtschaftsämter Schwandorf, Amberg und Cham sowie landwirtschaftlicher Verbände, Landrat Thomas Ebeling (Zweiter von rechts) und MdL Alexander Flierl (Mitte) gratulierten den besten Absolventinnen. Im Landkreis Schwandorf ist dies Kristina Graf (Dritte von rechts) aus Almenhof. Bild: Völkl

Hauswirtschaft, das ist nicht nur Putzen, Waschen, Kochen. Mit diesem Beruf eröffnen sich glänzende Perspektiven. Den Grundstein legten 44 Frauen, indem sie die Abschlussprüfung als Hauswirtschafterin meisterten.

Altendorf/Nabburg. (cv) Welcher Stellenwert der Hauswirtschaft beigemessen wird, zeigte schon die Anwesenheit politischer Prominenz: Landrat Thomas Ebeling und Landtagsabgeordneter Alexander Flierl waren zur Abschlussfeier ins Gasthaus Schiesl nach Altendorf gekommen, als die Prüfungsausschussvorsitzenden Christine Wutz und Rita Wiesend die Zertifikate verliehen. Der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Reinhold Witt, umriss den Wert der Hauswirtschaft: Sie sei die "Grundlage, auf der alle anderen Leistungen in der Gesellschaft aufbauen. Sie ist der Schlüssel für Lebensqualität, Gesundheit und Zufriedenheit".

Die Einsatzgebiete seien breitgefächert: "Die Hauswirtschaft ist die Visitenkarte jeder öffentlichen und privaten Einrichtung". Witt zitierte den Gründer von "Mövenpick" der das Geheimnis seines Erfolgs so beschrieb: "Wir tun nichts Außergewöhnliches, wir sind bloß erfolgreich, weil wir ganz gewöhnliche Dinge ganz außergewöhnlich tun".

Viele Einsatzfelder

Dafür stehe auch die Hauswirtschaft, die in Privathaushalten, Tagungshäusern, Seniorenheimen, Kindertagesstätten, Hotels- und Krankenhäusern unverzichtbar sei. Auch landwirtschaftliche Betriebe mit haushaltsnahen Einkommensituationen könnten ohne professionelle Hauswirtschaft ihre Aufgaben nicht erfolgreich erledigen.

Wer sich kompetent um die Bedürfnisse andere Menschen kümmere, bringt diesen auch Wertschätzung entgegen. Doch wie sieht es umgekehrt aus? "Ich meine, dass das Bewusstsein für die vielfältigen Leistungen noch viel zu wenig ausgeprägt ist. Hauswirtschaft fällt erst auf, wenn sie ausfällt", betonte Witt. Es müsse viel mehr vermittelt werden, dass professionelle Hauswirtschaft ein dynamisches Berufsfeld mit guten Aufstiegsmöglichkeiten in Führungs- und Managementpositionen sei. Gleichzeitig sei potenziellen Arbeitgebern klar zu machen, "dass qualifizierte Hauswirtschaft auch ihren Preis hat."

Reinhold Witt gratulierte den Frauen, denen alle Möglichkeiten offen stünden: Von der Qualifizierung bis hin zum Hochschulstudium, der Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff, im Partyservice oder der Produktentwicklung. Der Dank des Amtsleiters galt Mathilde Schießlbauer, die die Prüfung organisiert hatte. Sie und Irmgard Birner umrissen bei der Abschlussfeier auch in Vorträgen die Facetten des Ausbildungsberufes.

Die Besten

Die beste Absolventin der Berufsschule Vilshofen war Tanja Seitz (Kirchenthumbach) mit der Note 1,14. Am Prüfungsort Nabburg mit zwölf Teilnehmerinnen stach Kristina Graf aus Almenhof bei Maxhütte-Haidhof mit einer 1,5 heraus. Bei den Chamer Teilnehmerinnen war Karin Hartl aus Grub bei Bad Kötzing mit einer 1,0 die Beste. Für den Bereich Amberg führte Heidrun Witschel aus Simmelsdorf mit einer 1,4 die Liste der besten Absolventen an.
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