Heiliger Felix will Mut machen

Pater Darius Zajac aus dem Kloster Ratingen stellte sich am Sonntag als glänzender Festprediger vor. Der 47-jährige polnische Ordensmann zeichnete ein Bild vom heiligen Felix, der vor einem halben Jahrhundert in Rom demutsvoll, ausdauernd und treu in der Liebe zu Gott gelebt hat. Das Gemälde im Vordergrund hat Kirchenmaler Alexander Skibiorski als Vorlage für das Gebetsbild gemalt, das die Franziskaner-Minoriten zum 500. Geburtstag des heiligen Felix herausgebracht haben. Bild: Schönberger

25 Generationen sind vergangen, seit der heilige Felix in Rom vorbildlich gewirkt hat. "Sein Beispiel ist nicht ohne Nachahmer geblieben", sagte Prediger Pater Darius Zajac im Festgottesdienst. Kapuziner und Minoriten wollten dem Felixberg alle Ehre machen. Aber auch alle Pilger seien ein Zeichen dafür, dass Felix' Leben Früchte trage.

Neustadt/WN. (ms) Prächtig geschmückt präsentierte sich die erneut voll besetzte Wallfahrtskirche am Sonntag, als Festprediger Pater Darius, Guardian Pater Stanislaus, Pater Adalbert und Stadtpfarrer Josef Häring unter dem feierlichen Orgelspiel von Christine Behr mit einer großen Schar von Ministranten einzogen. Der Felixchor umrahmte gekonnt die Eucharistie.

Eine leise Einladung

Es sei gut, den Kontakt zu den Heiligen zu haben, sagte Pater Darius. "Sie werden uns nicht in die Irre führen." Sie wollten uns stets Mut machen, dass es sich lohne, das Leben für etwas Wertvolles einzusetzen. Jesus Christus habe sein Leben für uns eingesetzt. Trotz des Leidens und des Kreuzes habe er nichts von seiner Würde eingebüßt, ja er sei noch verherrlicht worden.

"Der heilige Felix ist für uns eine leise Einladung heute zu wagen, unser Leben am Evangelium auszurichten", meinte der Provinzdelegat der Krakauer Minoriten weiter. Die Lesung des Apostels Paulus zum Felixfest passe gut zum Leben des Heiligen aus Cantalice und zeige, dass die Zeit kein Hindernis für die Liebe, für den Glauben und für das ewige Leben sei. "Was wirklich gut und wertvoll ist, verliert nie an seinem Wert." Felix habe an die Liebe Gottes geglaubt.

Ständig auf Probe gestellt

Der Almosensammler sei zu den Menschen gegangen. Er bat, und zugleich beschenkte er den Geber. Mit Erbarmen und Güte trat er den Menschen entgegen, ging auf deren Sorgen und Nöte ein. Er erzählte von der Liebe Gottes und der Beziehung zu Jesus. Beim Betteln sei er ständig auf die Probe gestellt worden, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen. "In seinem Herzen herrschte der Friede Christi, unabhängig davon, wie die Menschen zu ihm waren. Er wusste, dass jede Situation dazu gut ist, in den Tugenden zu wachsen, den anderen Menschen Glaubenszeugnis zu geben für Jesus Christus, der auf vollkommene Weise die Liebe gelebt hat bis zur Ganzhingabe."

Felix sei voll von der Gnade und Liebe gewesen. Er wollte die Freude nicht nur für sich behalten, sondern mit den anderen, besonders den Kindern, teilen. Nicht zufällig sei er zum Patron der Mütter und Kinder erkoren worden, wusste der Franziskaner-Minorit. "Kann man immer zufrieden sein?" Diese Frage bejahe der "Bruder Geo Gratias" mit seinem ganzen Leben. "Je inniger die Beziehung zu Gott ist, umso zufriedener werden wir." Die Freundschaft mit Gott sei etwas Einzigartiges. "Lassen wir uns dazu ermutigen von dem, der sie gelebt hat", appellierte der Pole an die Gläubigen.
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