Heilpflanzen als Hilfe

Elke Winterl legte in ihrem Vortrag den Mitgliedern des Seniorenclubs die Pflanzenheilkunde ans Herz. Bild: rn

Weißdorn, Rosmarin, Lavendel, Schafgarbe, Brennnessel: Heimische Pflanzen machten beim Seniorenclub im Pfarrheim die Runde. Dazu gab es Tipps zur Nutzung der Angebote der Natur.

"Gesundheit und Vitalität auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene sind unser höchstes Gut und wichtigstes Kriterium für Lebensqualität", lautete die Devise von Heilpraktikern Elke Winterl, die bei der Gemeinschaftsveranstaltung mit der Volkshochschule über naturheilkundliche Verfahren für Senioren sprach. Gerade für ältere Menschen sei es unabdingbar, diese beiden Faktoren zu pflegen, zu erhalten oder wieder zu erlangen. Auch wenn eine völlige Genesung nicht mehr möglich sei, sollten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um eine Linderung der Beschwerden zu erreichen.

Oft könne und dürfe auf wichtige schulmedizinische Medikamente - zum Beispiel bei Diabetes oder Bluthochdruck - nicht verzichtet werden, andererseits seien altersbedingt viele Erkrankungen und gesundheitliche Störungen einer naturheilkundlichen Therapie sehr gut zugänglich. Winterl hielt deshalb eine Verknüpfung beider Methoden für notwendig und stellte den Senioren mehrere naturheilkundliche Verfahren vor. Sie erläuterte zudem deren Wirkungsweise und die Möglichkeit der Eigenbehandlung.

In einem Zeitraffer befasste sich die Referentin mit der Behandlung mit Heilpflanzen von der Antike bis in die jüngere Zeit und wies auf die inzwischen wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit und guten Verträglichkeit sehr vieler Pflanzen hin. "Seit einigen Jahrzehnten besinnt man sich wieder der Pflanzenheilkunde, da sie sanft und doch zuverlässig wirkt", freute sie sich.

Im Einzelnen ging sie anhand konkreter Beispiele auf Pflanzenheilkunde, Bachblütentherapie, Mineralstoffe und Vitamine der orthomolekularen Medizin, Fußreflexzonentherapie und Wirbelsäulentherapie ein. Weißdorn, Bärlauch, Petersilie, Baldrian, Melisse, Schafgarbe, Johanniskraut und Teufelskralle rückte sie dabei ebenso ins Blickfeld ihrer Zuhörer wie Weidenrinde und Brennnessel.

Da der menschliche Organismus immer mehr Stressoren - wie Giften, Lärm oder Luftverschmutzung - ausgesetzt sei, erachtete sie es zum Erhalt von Reaktionsfähigkeit und Vitalität unter Umständen für sinnvoll und notwendig, die Nahrung durch benötigte Vitalstoffe zu ergänzen. An diesem Nachmittag waren dies für die Senioren Kaffee und Kuchen.

Den Ratschlägen und Empfehlungen von Elke Winterl zur Erhöhung der Lebensqualität war ein Gedenkgottesdienst für verstorbene Mitglieder in der Pfarrkirche vorausgegangen. Zelebrant war Ruhestandspfarrer Helmut Süß, steter Gast bei Veranstaltungen des Seniorenclubs.
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