Heiße Sohlen aus Kindergarten

Der Nachwuchs stand den großen Vorbildern beim Austanzen in nichts nach. Bilder: gru (2)

Der Kirwabaum neigte sich fast vor Ehrfurcht über die Darbietung der Kinder. Und die Mädchen und Buben aus dem Kindergarten, die in die Schule wechseln, legten eine heiße Sohle aufs Parkett: Das war zum Abschluss der Kirwa in Niederärndt nochmal ein richtiger Höhepunkt.

Mit den "alten" Kirwapaaren zogen die jungen Moila mit ihren Boum zum Tanzboden. Die Dirndln waren eine Pracht, die Lederhosen passten wie angegossen, die gestylten Frisuren der Moila mit Blumen geschmückt. Voller Stolz wurde der Blumenstrauß von Hand zu Hand gereicht, so als wollte jeder das Oberkirwapaar werden.

Ein großes Publikum hatte sich um den Kirwabaum geschart und geizte nicht mit Applaus. Fast traditionell begann das Treiben mit dem Tanz "Hans, blei' dou", gemeint war sicher der Musikus Hans Pirner aus Bernricht, der sie begleitete. Dann wurden ein Schottischer und eine Fingerpolka aufs Parkett gelegt. Dazwischen sangen sie mit Inbrunst "Heit tanz mer umman Kirwabaum" oder "Is Kirwa'l is kumma".

Schon fast vor Augen hatten die Kinder ihr künftiges Ziel mit dem Gesang "Schu, Schu, die Schule geht bald los", der von ihrer "Chefin" Sonja Winter und Madlen König mit Gitarren begleitet wurde. Es war ein Genuss zum Zuschauen und -hören. Plötzlich schlug der Wecker an. Das Kinder-Oberkirwapaar war gekürt. Lucy Plotts und Florian Hollweg pflückten die Utensilien vom Baum: Halstuch für die Dame, Krügerl für den Herrn - für alle Moila und Boum eine große Breze, spendiert von Bäcker Allendorf. Mächtig stolz über den Erfolg ging die große Kirwagesellschaft an Oma, Opa, Mama und Papa vorbei ins Zelt. Mit Grögötz Weißbir, Tombola und Baumverlosung neigte sich die Bergkirchweih dem Ende zu. Es gab ein volles Haus und zufriedene Gesichter bei Kirwapaaren, Helfern der FFW Edelsfeld und der Dorfbevölkerung.
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