Heißer Rock gegen die Kälte

Lauten, harten Rock gab es im Bistro Wittmann mit Man Shot, einer vierköpfigen Formation zu hören. Bilder: swt (3)

Vielleicht war es das nasskalte Wetter, das am Samstag nicht ganz so viele "Feierbiester" in die Auerbacher Innenstadt lockte wie die Jahre zuvor. Schön war das Kneipenfestival dennoch, und eine echte Bereicherung genau für solch trübe Abende, die der Herbst bekanntlich im Überfluss bereit hält.

Waren es in den vergangenen Jahren doch immer rund 1000 Besucher gewesen, pilgerten heuer etwa ein Drittel weniger Leute zu den neun Auftritts-Lokalen. Unterschiedlich war auch der Dräng-Faktor in den Kneipen. So war im wieder neu eröffneten Simpl bei den Superflys kein Durchkommen mehr. Die Formation spielte in krankheitsbedingt verringerter Bühnenstärke dennoch rockig auf. Das neue Ambiente lockte viele Gäste und das Servicepersonal erheblich gefordert.

Feine Unplugged-Klänge

Ältere Besucher waren vor allem im Café Postillion anzutreffen, wo das Akustik-Duo Puppet on a string unplugged Songs für alle Altersklassen vortrug. Harten Rock gab es im Bistro Wittmann mit Man Shot, einer vierköpfigen Formation. Echt gute Musik, leider etwas zu laut für den kleinen Raum, wie so mancher Besucher bemängelte.

Dafür war gut Platz im Weiss-Stadl", wo das Team der kleinen Kneipe die Gäste umsorgte, untermalt von Continental Breakfast, einer Formation, die schon lange ein Dauerbrenner bei Festivals ist und gekonnt Rock und Groove rüber brachten. Die Gruppe hätte mehr Zuhörer verdient gehabt, so urteilte das Publikum. Irritierend wirkte hier, dass Kinder an der Abendkasse saßen und die Eintrittsbänder kontrollierten, auch wenn sie in Begleitung eines Erwachsenen waren.

Vor allem junges Publikum strömte in die Pizzeria Venezia, wo "2 and a half mään" fetzig loslegten. Im Vorraum der Marktpassage legte DJ Alex Cole auf, die Lounge Bar V2, die eigentliche Location für den DJ zum Kneipenfestival, hatte ihre Eröffnung verschoben. Offenes Feuer vor der Passage wärmte die Gäste. Im Großen und Ganzen war das 14. Auerbacher Kneipenfestival durchaus gut angenommen. Warum in diesem Jahr weniger Gäste kamen, wird der Veranstalter prüfen müssen, an den kurzen Wegen, der guten Organisation und den moderaten Eintrittspreisen kann es nicht gelegen haben.

Dass nicht alle Gäste restlos begeistert waren, zeigte ein Facebookeintrag zu später Stunde. Da hatten sich mehrere Kneipenfans in einer ansässigen Bäckerei versammelt, die zwar keine Musik, aber dafür heißen Kaffee anbot.
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