Hektik vergessen

Ein besonderes Klangerlebnis aus dem Mittelgang der voll besetzten Gmünder Kirche bescherten Johanna Rubenbauer (Klarinette) und Benno Englhart (Alphorn) mit zwei von Englhart komponierten Stücken.

Das Rezept war einfach, aber sehr wirkungsvoll: Eine abwechslungsreiche musikalische Gestaltung "gewürzt" mit nachdenklichen Texten ließ die Hektik in der Vorweihnachtszeit komplett vergessen. Der "Hüttener Advent" begeisterte rund 300 Besucher.

Von Alphorn bis Zither reichten die Instrumente. "Nimm dir Zeit zum Leben" lautete der Titel der Veranstaltung. Wegen der derzeit laufenden Renovierung der Hüttener Kirche traten Sänger und Musiker heuer erstmals in der Kirche in Gmünd auf.

Eine erwartungsfrohe Spannung breitete sich in dem stimmungsvoll von Kerzen beleuchteten Kirchenschiff aus. Mit den ruhigen, getragenen Stücken "Andachtsjodler" und einem Kyrie eröffnete die Bläsergruppe von Benno Englhart mit Trompeten und Posaunen das Konzert.

Mitglieder des gemischten Chors "ChorAlle" unter der Leitung von Sabine Braun verteilten im Mittelgang weitere Kerzen und sorgten so für warmes Licht. Mit dem Lied "Komm nimm dir Zeit" wiesen sie auf das Thema des Abends hin. Auch später bestachen sie immer wieder durch gefühlvoll vorgetragene, sinnreiche Lieder mit dezentem Instrumentaleinsatz.

Stadtpfarrer Bernhard Müller hieß die Gäste in der voll besetzten Gmünder Herz-Marien-Kirche willkommen. "Mensch werde Mensch", lautete sein Appell. Anschließend erklang eine Querflöte, gespielt von Katharina Schönberger. Erfreulich schwungvoll folgte das Gmünder Klarinetten Trio mit Johanna Rubenbauer, Luca Schatz und Ann-Katrhin Bucher, die mit feinem Ton und sauberem Zusammenspiel Nikolauslieder zum Besten gaben. "Es wird scho glei dumba" und "Zünd dir a Kerzerl an" ließ der Hüttener Kinderchor "Cantare et vivere" unter der Leitung von Renate Gardian, Klara Braun und Jutta Prößl erklingen. Eine klanglich besondere Kombination bildeten die beiden von Benno Englhart komponierten Stücke für Alphorn und Klarinette, welche Englhart und Johanna Rubenbauer sehr gefühlvoll vortrugen.

Gerhard Ruhland erinnerte in einem Text daran, wie wertvoll Zeit zum Nachdenken, Zeit zum Träumen, oder Zeit im Allgemeinen ist. Traditionelle Weisen erklangen von der Saitenmusik Vierstädtedreieck, mit fünf Zithern unter der Leitung von Inge Dötsch an der Gitarre. Wieder wechselten sich Chöre und Bläsergruppen ab, und bescherten dem Publikum eine wunderbare Einstimmung auf die Adventszeit.

Abschließend dankte Gerhard Mark allen Besuchern und Mitwirkenden für die Zeit, die sie sich genommen haben. Besondere Anerkennung galt Gerhard und Angelika Ruhland sowie Sabine Braun für die Organisation und die Gestaltung des Programms. Einen weiteren Dank richtete Mark an Stadtpfarrer Bernhard Müller für die Möglichkeit, in diesem Jahr die Gmünder Kirche nutzen zu können. Mit "All Night, all Day" von "ChorAlle" und Kinderchor, sowie einem Stück der Bläsergruppe zum Auszug verabschiedeten sich die Musiker, die von dem begeisterten Publikum mit langanhaltendem kräftigem Applaus belohnt wurden.

"Kommen Sie alle noch mit vor das Haus der Vereine", lud Mark ein. Dort hielt die Feuerwehrjugend Gmünd bereits Glühwein, Punsch, Plätzchen und Stollen bereit. Während der Glühwein von Innen, Feuerkörbe und Heizpilze von Außen für wohlige Wärme sorgten, wurde der prächtige Lichterbaum in der Dorfmitte entzündet.

"Das Konzert war wirklich eine super Sache. Eine passende Einstimmung auf das nahende Fest des Friedens", resümierte Bürgermeister Edgar Knobloch. Besonders freute ihn die sichtbar gute Zusammenarbeit der beiden Ortsteile und der Feuerwehren von Hütten und Gmünd.
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