Helle Sternschnuppen

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Venus trifft Mars - im November kommt es zu einer engen Begegnung unserer beiden Nachbarplaneten am Himmel. Besonders hübsch ist der Anblick am 7. November: Dann gesellt sich die Sichel des abnehmenden Mondes zu dem Planetenpaar.

Nachdem sich Saturn vom Nachthimmel zurückgezogen hat, bleibt der Abendhimmel im November ohne helle Planeten. Der Ringplanet wird von der Sonne verfolgt, die ihn Ende November einholt. Er hält sich somit am Taghimmel auf und bleibt nachts unbeobachtbar unter dem Horizont. Erst Anfang Januar 2016 wird sich Saturn wieder am Morgenhimmel zeigen. Am Abendhimmel sind lediglich die sonnenfernen Planeten Uranus und Neptun vertreten. Der grünliche Uranus hält sich im Sternbild Fische auf, der bläuliche Neptun ist im Sternbild Wassermann zu finden. Wegen ihren großen Sonnendistanzen sind beide Planeten mit bloßen Augen nicht zu sehen. Um sie zu erspähen, ist ein lichtstarkes Fernglas oder ein Teleskop erforderlich. Drei helle Planeten schmücken den Morgenhimmel: Venus, Mars und Jupiter. Bei weitem am hellsten strahlt Venus. Auch Jupiter im Sternbild Löwe leuchtet auffällig hell. Am lichtschwächsten erscheint der rötliche Mars. Er ist aber dennoch gut zu sehen. Am 21. November passiert Mars seinen sonnenfernsten Bahnpunkt, das Aphel, wobei ihn gut 249 Millionen Kilometer von der Sonne trennen.

Gleich zu Monatsbeginn kommt es zu einer engen Begegnung unserer beiden Nachbarplaneten. Venus zieht am 3. November knapp südlich am Mars vorbei. Ein besonders hübscher Himmelsanblick ergibt sich am 7. November, wenn auch die Sichel des abnehmenden Mondes bei Mars und Venus steht. Die beste Beobachtungszeit ist die Stunde von 5 Uhr bis 6 Uhr morgens. Einen Tag vorher wandert der abnehmende Mond bereits am Riesenplaneten Jupiter vorbei. Dieses kosmische Schauspiel ist am Osthimmel in mittlerer Höhe zu verfolgen.

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Mit den Sternschnuppen des Leonidenschwarms ist von Mitte bis Ende November zu rechnen. Die Leonidenmeteore treten am Morgenhimmel in Aktion. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt rund zehn Grad östlich von Regulus, dem Hauptstern des Löwen. Das Maximum der Leonidenaktivität ist in der Nacht vom 17. auf 18. November gegen 3 Uhr zu erwarten. Das Erscheinen der Leoniden geht auf den Kometen 55P/Tempel-Tuttle zurück. In diesem Jahr ist aber mit etwa 20 Meteoren pro Stunde zu rechnen, darunter allerdings recht helle Exemplare.

Am 7. erreicht der Mond mit 405 720 Kilometer seine größte Erdferne. Neumond tritt vier Tage später, am 11. um 18.47 Uhr ein. Vollmond wird am 25. um 23.44 Uhr erreicht. Die Sternbilder Kassiopeia, Andromeda, Pegasus, Perseus und Widder stehen hoch im Süden und prägen den typischen Herbstcharakter des Fixsternhimmels. Im Osten kündigt sich der Winter durch eine Reihe heller Sterne an - allen voran Kapella im Fuhrmann. Die gelbliche Doppelsonne steht hoch im Nordosten. Als weitere helle Sterne schmücken Aldebaran im Stier, Beteigeuze und Rigel im Orion sowie Kastor und Pollux in den Zwillingen den Osthimmel. Einzig der bläuliche Sirius, hellster Stern am irdischen Firmament, ist um zehn Uhr abends noch nicht aufgegangen.

Im Sternbild Andromeda erkennt man in dunkler, klarer Nacht weitab störender irdischer Lichtquellen ein mattes Lichtfleckchen, den Andromedanebel. Das Gebilde ist keine Gas- oder Staubwolke, sondern ein gewaltiges Sternensystem. Der Andromedanebel (Messier 31) ist eine Galaxie, die sich aus mindestens 400 Milliarden Sonnen zusammensetzt. Fast drei Millionen Lichtjahre ist sie von uns entfernt. Zurzeit nähern sich die Andromeda-Galaxie und unsere Milchstraße einander mit etwa 120 Kilometer pro Sekunde an. In knapp fünf Milliarden Jahren werden beide Sternsysteme miteinander zu einer riesigen eliptischen Galaxie verschmelzen. (dpa)
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