Herber Verlust für Wasserballer

Einen spannenden und schwer umkämpften Bundesliga-Auftakt (rechts Stefan Kick) erlebten die Zuschauer in der Thermenwelt. Dabei mussten sich die Weidener Wasserballer gegen Spitzenreiter SVV Plauen 9:10 geschlagen geben. Bild: Büttner

Den Bundesliga-Auftakt hatten sich die Weidener Wasserballer anders vorgestellt. In der Thermenwelt ging das Heimspiel gegen Spitzenreiter SVV Plauen 9:10 verloren, zudem müssen die Oberpfälzer auf den verletzten Andreas Jahn und den gesperrten Sean Ryder verzichten.

Weiden. (prg) Von der Spannung her war es ein Derby, das die Bezeichnung verdiente. Die Zuschauer kamen am Samstagabend in der Weidener Thermenwelt voll auf ihre Kosten. Die heimischen Anhänger und Verantwortlichen erlebten jedoch eine schwarze Stunde. Die Gastgeber verloren nach einem dramatischen Spielverlauf gegen den Tabellenführer SVV Plauen nur knapp mit 9:10, doch viel schlimmer sind die Ausfälle zu bewerten. Kapitän Andreas Jahn erlitt noch vor der Halbzeitpause in einem Zweikampf einen Nasenbeinbruch und wird die nächsten Wochen pausieren müssen und der Olympionike Sean Ryder handelte sich eine Sekunde vorm Abpfiff eine disziplinarische Spielzeitstrafe und ist automatisch für mindestens ein Spiel gesperrt.

"Ein Spiel in dieser Gruppe zu verlieren ist keine Schande, vor allem wenn der Tabellenführer gegenübersteht. Viel schwerwiegender sind die Ausfälle für uns. Eine Verletzung im Zweikampf ist einfach Pech, das ist äußerst ärgerlich für uns. Mit einer Unsportlichkeit, die zur Sperre führt, habe ich dagegen schon mehr Probleme. Ich bin im Moment sprachlos", fasste Trainer Gerhard Wodarz nach der Partie die Geschehnisse kurz zusammen.

Das Spiel am Samstag begann sehr umkämpft, lange Zeit ohne Protokolleinträge. Die erste Unterzahl konnte die Wodarz-Truppe erfolgreich verteidigen und auch der erste Treffer ging auf das Konto der Hausherren (Sean Ryder 1:0). Der Kapitän der Gäste, Alexander Fritzsch, glich kurze Zeit später aus. Eine Chance, in Überzahl in Führung zu gehen, ließ der SV liegen, ehe die Gäste mit dem 1:2 zugleich den Pausenstand erzielten.

Das zweite Viertel begann mit einem Zwischenspurt der Gäste, die nach einem Doppelpack 1:4 in Front gingen. Doch die Max-Reger-Städter rappelten sich wieder auf und Thomas Kick in Überzahl sowie zwei Mal Thomas Aigner vom Rückraum sorgten für den 4:4-Halbzeitstand. Kurz vor der Pause war für Kapitän Andreas Jahn das Spiel nach einem Nasenbeinbruch beendet. Die Fans und die Weidener Truppe waren zunächst schockiert und wütend, die Antwort sollte aber im Spiel folgen. Und sie folgte, nicht in Form von Racheakten, sondern mit einer Trotzreaktion. Einer guten Spielphase folgten weitere zwei Treffer von Thomas Kick und Nikolaj Neumann zur 6:4-Führung.

Danach folgte eine weitere hektische Phase im Spiel und diese verkrafteten die Gäste besser. Ein Plauener Dreierpack führte zur wiederholten Führung der Vogtländer (6:7), ehe Thomas Aigner mit seinem dritten Rückraumtreffer zum 7:7 Zwischenstand zur letzten Pause egalisierte. Stefan Kick traf zu Beginn des Schlussviertels zur vielumjubelten 8:7-Führung. Fritzsch antwortete mit dem 8:8 und Andras Langmar stellte in Überzahl die Weidener Führung wieder her (9:8). Dies sollte jedoch der letzte Weidener Treffer an diesem Abend sein. Der Ungar Peter Kartesi traf noch zwei Mal und entschied schließlich die Partie für das Gästeteam.

Strafwurf vergeben

Die Weidener ließen noch einen Strafwurf und eine Überzahlsituation ungenutzt und verloren damit ihr erstes Heimspiel der neuen Bundesligasaison. Völlig überflüssig handelte sich Sean Ryder noch in der letzten Sekunde durch eine Unsportlichkeit eine Spielzeitstrafe ein, die eine Sperre von mindestens einem Spiel nach sich zieht.

Das nächste Pflichtspiel steht für die Weidener Wasserballer in zwei Wochen bei Aufsteiger SG Leimen/Mannheim an.
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