Herbert Haselberger aus Schlicht 80 Jahre alt
Schwere Kindheit

Bürgermeister Hans-Martin Schertl (rechts) überreichte Herbert Haselberger zum 80. Geburtstag ein Buch über die Ortschaft Schlicht. Bild: zip
80. Geburtstag feierte bei bester Gesundheit Herbert Haselberger aus Schlicht, wozu ihm Bürgermeister Hans-Martin Schertl gratulierte. Der Jubilar wurde in Obermoldau im Böhmerwald geboren und wuchs dort mit zwei Geschwistern auf. Seine Familie wurde 1945 von den Tschechen enteignet. Im Alter von elf Jahren aus der Heimat vertrieben, gelangte er in Viehwägen per Bahntransport über Prachaditz und Furth im Wald nach Amberg. Von dort wurde die Familie in das Flüchtlingslager nach Heringnohe verlegt.

Zur Schule ging er erst in Altneuhaus. Später wechselte er in das Schülerheim nach Amberg, wo er Gymnasium und Wirtschaftsschule besuchte. Ab 1954 arbeitete Haselberger im inzwischen von seinem Vater erbauten Sägewerk in Schlicht und später im familieneigenen Steinbruch. Danach war er einige Jahre im Südlager und zehn Jahre lang bei der Firma Einhäupl als Lagerist beschäftigt. Von 1974 bis zum Konkurs des Rohrwerks 1991 arbeitete er in der Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg.

1963 heiratete er die Witwe Cilli Hüttner und zog mit ihr und ihrem Sohn in das neu gebaute Haus in Schlicht. Das Paar bekam noch einen Sohn, der heute mit seiner Familie im Haus des Vaters lebt. Seine Frau verstarb 2011. Zum runden Geburtstag gratulierten auch fünf Enkelkinder. Der Jubilar ist Mitglied von Feuerwehr, Siedlerbund und Sudetendeutscher Landsmannschaft Vilseck. Außerdem war er viele Jahre aktiv bei den Schlichter Schlepperfreunden.
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