Herr Dr. Morgenschweis, Sie haben den Antrag gestellt, noch einmal zu diskutieren über den Museumsantrag. Was hat Sie dazu bewogen?
Vier Fragen an den Antragsteller

Dr. Stefan Morgenschweis: Der Beschlussvortrag der Verwaltung wurde dem Ansinnen des Antrags nicht gerecht. Hier ist nur ein Aspekt herausgepickt, nämlich die Konzepterarbeitung. Man muss das Problem aber als Ganzes betrachten.

Was gab es denn im Vorfeld für Vorschläge?

Dr. Morgenschweis: Im alten Scherling-Stadel verrotten die Exponate teilweise und müssen teuer restauriert werden. Der Förderverein wollte eine namhafte Summe in eine Verbesserung investieren - wir, also alle Fraktionen, haben hier dringend abgeraten.

Was sagen Sie zur Idee mit der Landesstelle für nichtstaatliche Museen?

Dr. Morgenschweis: Das Konzept ist zunächst nicht die Hauptstoßrichtung. Wir müssen selbst entscheiden und nicht schon jetzt das Heft aus der Hand geben. Zuerst muss die Museumsscheune leer gemacht werden, dann müssen die Exponate aus dem alten Stadel heraus, wir brauchen einen Überblick, was ist Schenkung, was ist Leihgabe.

Nächster Schritt?

Dr. Morgenschweis: Wir müssen überlegen, wie wir Synagoge, Stadtmuseum, Apothekermuseum und Seidel-Druckerei unter einem Planungsdach vereinen können - haushaltskompatibel, versteht sich.

Dann wird erst klar, ob, wo und in welcher Form ein Depot entstehen soll. Eines ist aber allen klar: Im Stadtmuseum muss es zu einer deutlichen Reduktion der Bestände kommen. (ge)
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