Herstellung von neuen vorgeformten Mittelwänden, auf denen Bienen die Honigwaben aufbauen
Bienen haben Winterpause, Imker nicht

Mit Hans Gürtler und Josef Grosser und einem weiteren Helfer waren Fachleute bei der Herstellung von Mittelwänden aus Bienenwachs am Werk. Bild: gl
Während die Bienen ihre wichtigen Aufgaben wie Bestäubung der Kulturpflanzen, Honig- und Wachserzeugung und Versorgung der Brut mit Pollen in den Waben erfüllt und mit Unterstützung durch die Imker für der Vorsorge der Ernährung in der Winterszeit gesorgt haben, ist für sie eine Ruhephase eingekehrt. Nicht jedoch für ihre Betreuer, wie beim Vortragsnachmittag über die Verarbeitung von angefallenem Altwachs im Lehrbienenheim des Vereins deutlich wurde.

Dort hieß Vorsitzender Richard Forster neben Mitgliedern und Interessenten den langjährigen Kreisvorsitzenden und Fachwart Hermann Bronold aus Schwarzenfeld als Referenten willkommen. Dieser berichtete zunächst über einer Fachtagung in Rodach, wo der Bienen-Gesundheitsdienst mit Sitz in München vorgestellt wurde, der sich auch mit der Untersuchung und Verwertung von Honig befasst. Danach streifte der Fachwart die Aufgaben der Imker im Zusammenhang mit Wachs.

Im Frühjahr gilt es die Altwaben auszusortieren; sie können im Sommer unproblematisch mit Sonnenwachsschmelzern eingeschmolzen werden. Diese sind im Fachhandel erhältlich, können aber auch selbst hergestellt werden. Wichtig ist ein möglichst großer schwarzer Hintergrund. Im Sommer fällt dann Wachs aus der Entfernung von Drohnenbrut, Wildbau und dem reinen Deckelwachs an und im Herbst nach dem Abräumen mit unansehnlichen Altwaben. Das Wachs ist zunächst nicht rein, aber kann besser vor Wachsmotten geschützt werden.

Mit der Herstellung von neuen vorgeformten Mittelwänden, auf denen die Bienen die Honigwaben aufbauen, beginnt der neue Wachskreislauf. Das Wachs kann durch mehrmaliges Einschmelzen, möglichst in einem Edelstahl- oder unbeschädigten Emailtopf, gereinigt werden. Langsames Erhitzen und vollständiges Abkühlen ist wichtig. Die Formen zur Pressen der Mittelwände sind in den meisten Imkervereinen vorhanden und können ausgeliehen werden. Es besteht auch die Möglichkeit das Wachs bei Fachfirmen gegen neue Mittelwände einzutauschen.

Bei Imkern mit mehreren Völkern fällt ein Überschuss an Wachs an. Daraus können viele Gegenstände gefertigt werden. So beispielsweise Kerzen in den verschiedensten Formen, die aber auch aus Mittelwänden gerollt werden können. In Siliconformen können Figuren gegossen oder Kugeln geformt werden. Der Verwendung und der Kreativität sind viele Möglichkeiten geboten. So kann man auch den Honigkunden eine Freude bereiten.

Während Erika Forster, die Gattin des Vorsitzenden, die verschiedenen Produkte und deren Herstellung aus Bienenwachs vorstellte, war schon das Wachs zur Herstellung von Mittelwänden auf Idealtemperatur erhitzt. Josef Grosser und Hans Gürtler führten zusammen mit einem weiteren Helfer die Herstellung der Mittelwände an einer Wabenpresse vor. Es folgte noch ein Erfahrungsaustausch und das Angebot von Fachwart Hermann Bronold, weiterhin für Beratungen zur Verfügung zu stehen; dafür wurde ihm gedankt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.