Herz gehört dem SV

Hans-Werner Anzer (Zweiter von links) war das Gesicht des SV Waldau. Nach 22 Jahren gab er die Leitung des Fußballclubs Roman Lindner (rechts) ab. In der Jahreshauptversammlung bekam Anzer den Titel des Ehrenvorsitzenden. Dazu gratulierten Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (Zweiter von rechts) und SV-Vize Hans Hermann (links). Bild: dob

Nach 22 Jahren ging beim Sportverein Waldau eine beispielhafte Ära zu Ende: Vorsitzender Hans-Werner Anzer beendete seine aktive Zeit an der Führungsspitze.

Dem Verein steht Hans-Werner Anzer aber weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung, denn sein sportliches Herz gehört dem SV. Bei den Neuwahlen in der knapp dreistündigen Jahreshauptversammlung am Sonntag fand sich eine verjüngte Vorstandschaft zusammen, die den erfolgreichen Kurs weiterführen will.

Zu Tränen gerührt

Der Abschied fiel trotzdem schwer und rührte den einen oder anderen Funktionär gar zu Tränen. Diese Tatsache führte vor Augen, wie durch und durch verwurzelt die Waldauer mit ihrem Sportverein sind. Anzer war das Gesicht des SV. Jetzt müsse man aber seine lange geplante Entscheidung akzeptieren, hieß es.

Massiv sei er von allen Seiten in einem zeitraubenden Amt unterstützt worden, bekannte Anzer und dankte noch einmal für die vorbildliche Zusammenarbeit. Wer bei einem 69 Jahre alten Verein mehr als ein Drittel des Bestehens als rühriger Vorsitzender agiert, verdient es als Ehrenvorsitzender betitelt zu werden, befanden die Mitglieder auf Antrag von Matthias Faltenbacher.

Langanhaltender Beifall begleitete dieses Ansinnen, das auch sofort umgesetzt wurde. Anzers Entscheidungen die er in seiner mehr als zwei Jahrzehnte dauernden Amtszeit traf, seien folgerichtig gewesen, meinte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. Ein funktionales Vereinsheim war dem Vorsitzenden stets wichtig, dabei sei er immer bestrebt gewesen, den Blick auf die Finanzen nicht zu verlieren. Neue Einnahmequellen zu generieren, war stets Anzers Anliegen.

"Für seine Elm-Arena führte er sämtliche Aktivitäten hervorragend aus", bestätigte der Rathauschef. Deshalb sei der Antrag auf den Ehrentitel mehr als berechtigt. Vollkommen überrascht von dieser Entscheidung nahm der scheidende Vorsitzende die Ehrung an. "Ich bringe mich nach wie vor gerne in den Verein ein und werde auch den Vorstand weiter unterstützen", versprach Anzer. Jung und Alt sei immer hinter ihm gestanden, ansonsten hätte er die anstehenden Aufgaben nicht so bravourös lösen können.

Vertrauen schenken

Doch im Verein sei durchwegs eine zupackende Mannschaft anzutreffen die bis zu den Frauen reiche, die immer Gewehr bei Fuß standen und in allen Bereichen unterstützten. Der neugewählten Führungsriege sollten die Mitglieder genauso wie ihm ihr Vertrauen schenken, bat der neue Ehrenvorsitzende. "Ich war gerne euer Vorsitzender", gestand Anzer schließlich.
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