Herzblut für Silberhütte

Die Schneemänner an der Spitze des Förderkreises für das Skilanglaufzentrum Silberhütte blickten am Freitag zuversichtlich nach vorne: Gustl Bauer, Alfred Schöberl, Rudi Pannrucker, Frank Kiener und Manfred Gleißner (von links). Von seiten der Bayerischen Staatsforsten saß Hubert Schlamminger (rechts) mit am Tisch. Bild: nm

"Wenn wir in der ersten Liga der Langlaufzentren bleiben wollen, müssen wir den Schalter umlegen und eine Zäsur wagen." Der neue Kassier des Förderkreises für das Skilanglaufzentrum Silberhütte, Gustl Bauer, imponierte bei der Jahreshauptversammlung mit richtungsweisenden Worten.

Bauer beließ es am Freitag im Schutzhaus Silberhütte nicht bei trockenen Zahlen. Das beherrschende Thema in seiner mit viel Beifall aufgenommenen Rede war die Zukunftssicherung der renommierten Wintersport- und Ganzjahresfreizeitanlage.

Nur mit einer Beteiligung der Landkreise und Kommunen lasse sich der Bestand der Einrichtung mit den grenzüberschreitenden Loipen und Winterwanderwegen gewährleisten: "Schauen wir uns die Unterhaltskosten an. Die bewegen sich jährlich bei 110 000 Euro. Auf den Aufwand für den technischen Leiter lässt sich ebenso wenig verzichten, wie auf Strom, Wasser, Kraftstoffe, Heizung, Ersatzteile und Wartung für technisches Gerät. Alleine kann das der Förderverein aber nicht schultern."

Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Parkgebühren reichen für den Aufwand nicht aus. Und Eintritt kann der Förderkreis aus steuerrechtlichen Gründen nicht verlangen. Ansonsten wäre die Gemeinnützigkeit gefährdet. "Wir brauchen einen neuen Weg", forderte Bauer eine Lösung ein.

Inzwischen habe es verheißungsvolle Gespräche der Vorstandschaft mit kommunalen Instanzen und mit Staatssekretär Albert Füracker im Heimatministerium gegeben. Lob galt dem Landtagsabgeordneten Tobias Reiß, der sich mit den Landräten aus Tirschenreuth und Neustadt/WN, dem Bärnauer Bürgermeister Alfred Stier und weiteren "Herzblut-Politikern" vehement für die Silberhütte einsetze: "Der Förderverein hat sich die Unterstützung durch seine ausgezeichnete Arbeit verdient. Die Anlage repräsentiert heute einen Wert von etwa drei Millionen Euro. Für Skilangläufer aus ganz Nordbayern und dem benachbarten Böhmen zählt sie zur ersten Adresse. Die Silberhütte kommt der gesamten Region zugute."

Miro Maly brachte in der Diskussionsrunde die Parkplatzproblematik zur Sprache. Der Wirt des Schutzhauses Silberhütte bat die Wintersportler eindringlich, die obere Parkplatzreihe freizuhalten. Sie ist im Besitz des Oberpfälzer Waldvereins, steht im Gegensatz zu den weiteren Flächen kostenfrei zur Verfügung und ist für die Wirtshausgäste vorgesehen: "Ärger ist vorprogrammiert, wenn jemand einkehren will, diese Plätze belegt sind und weiter unten vier Euro zu berappen sind."
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