Herzschlagfinale

Martina Rank (blaues Trikot/Szene aus dem Spiel gegen Großlangheim) war mit acht Treffern beste Torschützin der HSG in Mintraching. Bild: bwr

Die Handballerinnen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld freuen sich über einen Punkt im Oberpfalzderby beim FC Mintraching. Am Ende war für die Völkl-Schützlinge sogar noch mehr drin.

Nabburg/Schwarzenfeld. (söt) Durch sehr viel Kampfgeist schafften es die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld am Samstag beim FC Mintraching/Neutraubling einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Nach einem wahren Handballkrimi in der zweiten Halbzeit stand es am Ende 27:27.

Viele Ballverluste

In der letzten Saison bestimmten die HSG-Damen beim gleichen Gegner durch eine sehr dynamische Spielweise weite Strecken der Begegnungen, am Samstag war es genau umgekehrt. Die Mannschaft von Trainer Michael Schindler dominierte von Anfang die Gäste. Viele Ballverluste ermöglichte der Heimmannschaft in den ersten Minuten dieser Partie eine schnelle 5:2-Führung. Die Damen von Trainer Wolfgang Völkl machten es den Mintrachinger Spielerinnen leicht. Auch im weiteren Spielverlauf schafften sie es nicht, dem schnellen und variablen Spiel etwas entgegenzusetzen. Der Gastgeber konnte kontinuierlich seine Führung ausbauen, zur Pause führte der FC mit 15:11.

Das gleiche Bild zeigte sich in den ersten zehn Minuten der zweiten Spielhälfte. Im Angriff erzielten die Völkl-Schützlinge dank guter Einzelaktionen noch Tore, doch insgesamt zeigten sie zu wenig für eine Landesligamannschaft. Bis zum Spielstand von 20:14 agierte der FC Mintraching/Neutraubling sehr zielstrebig, und die HSG-Damen fanden keine Mittel, sich dem entgegen zu setzen.

"Gott sei Dank haben sie da verpasst den Sack zuzumachen und unsere Torfrau Theresa Weiherer hatte auch was dagegen", urteilte HSG-Trainer Wolfgang Völkl nachher. Mit ein paar sehr guten Paraden entschärfte die Torfrau so manche Situation und hielt so die HSG-Damen weiterhin im Spiel.

Danach waren die Gäste wie ausgewechselt, eine Aufholjagd folgte. Beim 22:22 glich die HSG erstmals aus. Es entwickelte sich nun ein echter Handballkrimi. Die Gastgeberinnen zeigten immer noch einen sehr schönen dynamischen Handball, aber die HSG-Damen überzeugten mit riesigen Willen und Einsatz. Die Heimmannschaft legte immer wieder mit ein bis zwei Toren vor, doch die Völkl-Schützlinge blieben dran. Beim Spielstand von 26:25 hätten es die Gäste sogar in Hand gehabt, das Blatt zu wenden. Doch durch einen verworfenen Siebenmeter und zwei sehr sicheren vergebenen Torchancen stand es am Ende nach aufregenden 60 Minuten 27:27.

Einsatz und Wille

"Vom reinen Spielverlauf her ist es für mich überraschend", sagte Völkl. "Wir haben sehr lange gebraucht, um die richtigen Mittel gegen die technischen sehr guten Gastgeber zu finden. So lange bei meinen Mädels jedoch der Einsatz und Wille da ist, können wir vieles bewegen. Ein Sonderlob an unsere Torfrau Theresa Weiherer, die uns mit ihren Paraden wieder ins Spiel geholt hat."

HSG-Tore: Rank 8, Fleischmann 6 (3), Stubenvoll 5, Fischer 3, Simbeck 3 (1), Desing 1, Luley 1
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