"Herzwochen": Dr. Roland Vogel referiert am 26. November im Vetter-Saal
Wenn das Herz aus dem Takt gerät

Dr. Roland Vogel ist Aufklärung eine Herzensangelegenheit. Der Haus- und Facharzt für Innere Medizin erläutert am 26. November das Erkennung und die Gefahren bei Herzrhythmusstörungen. Bild: stg
Kastl. (stg) Unter dem Motto "Aus dem Takt: Herzrhythmusstörungen" informiert die Deutsche Herzstiftung bis 30. November über Diagnose und Therapie dieser Volkskrankheit. Bundesweit sind mehr als 1200 Veranstaltungen geplant, im Kemnather Land referiert Dr. Roland Vogel, Facharzt für Innere Medizin und Hausarzt in Kastl, am Mittwoch, 26. November, im Kastler Vetter-Saal zum Thema.

"Herzrhythmusstörungen sind weit verbreitet. Jährlich werden aus diesem Grund in Deutschland über 400 000 Patienten in eine Klinik eingeliefert", weiß Dr. Vogel. Allein an der häufigsten Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern leiden in Deutschland etwa 1,8 Millionen Menschen. "Ob Herzrhythmusstörungen harmlos oder lebensbedrohlich sind, kann nur der Facharzt nach ausführlicher Untersuchung des Patienten entscheiden", betont Vogel. Der Übergang zwischen normal und krankhaft sei fließend. "Krankhaft bedeutet nicht immer gefährlich. Selten sind Herzrhythmusstörungen Vorläufer eines drohenden plötzlichen Herztodes." Oft liege aber den Herzrhythmusstörungen eine Herzkrankheit zugrunde. Sie beim Facharzt zu erkennen und konsequent zu behandeln, sei entscheidend.

Herzrhythmusstörungen sind in der Regel - wenn sie nicht angeboren sind - keine eigene Erkrankung, sondern meistens die Folge von Herzkrankheiten. Insbesondere Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit (KHK), Herzklappenerkrankungen und Herzmuskelerkrankungen bereiten den Boden für Herzrhythmusstörungen. Bei etwa 70 Prozent der Patienten mit Vorhofflimmern liegt Bluthochdruck vor. "Entscheidend für den Therapieerfolg ist die gezielte Behandlung der Grundkrankheit als eigentliche Ursache der Rhythmusstörung", betont der Mediziner.

Weil Vorhofflimmern bei der Hälfte aller Patienten ohne Beschwerden auftritt, bleibt es oft unbemerkt. Hierbei ziehen sich durch das Flimmern die Herzvorhöfe nicht mehr regelmäßig zusammen. Der Blutstrom verlangsamt sich, Blutgerinnsel können sich bilden, die vom Blutstrom fortgeschwemmt Hirngefäße verschließen: Schlaganfall.

Jedes Jahr verursacht Vorhofflimmern rund 30 000 Schlaganfälle. Um Vorhofflimmern aufzudecken, gibt es verschiedene Möglichkeiten. "Unbehandelt sind diese Menschen dem Schlaganfall ausgesetzt, weil sie nicht durch gerinnungshemmende Medikamente geschützt werden", warnt Vogel. Darüber und auch zu verschiedenen Therapiemöglichkeiten referiert er am 26. November ab 19 Uhr. Für Fragen steht er ebenfalls zur Verfügung. Sein Kommen hat Dr. Gerhard Jilge, Chefarzt der "Inneren" am Krankenhaus Kemnath, zugesagt.
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