Heuer soll es vorwärts gehen

CSU-Vorsitzender Roland Rauch will, dass das Naabtalhaus in einen vernünftigen Zustand versetzt wird. Das betonte er beim Neujahrsempfang des Oberwildenauer Ortsverbandes vor zahlreichen Zuhörern. Bild: bey

Das sanierungsbedürftige Naabtalhaus ist immer wieder Diskussionspunkt in den Marktratssitzungen. Beim Neujahrsempfang der Oberwildenauer CSU machte Vorsitzender Roland Rauch das Gebäude erneut zum Thema.

Er wünschte sich, dass es mit dem Naabtalhaus heuer "vorwärts geht". "Wir brauchen das Naabtalhaus in einem vernünftigen Zustand, um Veranstaltungen in diesem Sinne zu ermöglichen", betonte Rauch vor zahlreichen Zuhörern, unter anderem Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher, Bürgermeister und JU-Kreisvorsitzender Stephan Oetzinger, FU-Kreisvorsitzende Tanja Schiffmann, Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer (SPD) und die Repräsentanten der CSU-Verbände. Das Naabtalhaus sei eine existenzielle Grundlage für die Vereine und für das gesellschaftliche Leben. Dazu gehöre vor allem auch der Toilettenbereich, betonte Rauch. "Allein das Anmalen von Fliesen reicht nicht."

Besondere Helfer

Rauch dankte einer Vielzahl von Sponsoren für die Unterstützung bei der Ausrichtung des Neujahrsempfanges, den die Blaskapelle Oberwildenau unter Leitung von Bernhard Meiler im Naabtalhaus musikalisch umrahmte.

Jeder kennt die dunkelblauen Einsatzfahrzeuge des Technischen Hilfswerks. Aber wie das THW als Behörde des Bundesinnenministeriums strukturiert ist, wer die Einsätze auslöst und wie viele überwiegend ehrenamtliche THW-Angehörige tätig sind, war vielen Gästen unbekannt. Antworten gab der Ortsbeauftragte Andreas Duschner. Herausragendes Merkmal der Einrichtung sei die weltweit einmalige Personalstruktur: "800 hauptamtlichen Beschäftigten stehen 80 000 ehrenamtliche Helfer gegenüber, darunter 40 000 aktive Einsatzkräfte und 15 000 Jugendliche."

Neu war vielen, dass THW-Helfer im Dienst als "öffentlich-rechtliche Beschäftigte besonderer Art" eingestuft sind und somit den Charakter von Bundesbeamten haben. Detailliert schlüsselte Duschner die Zahl der Einsatzeinheiten auf, die auf über 1000 Fach- und 1440 Bergungsgruppen und 730 Technische Züge aufgeteilt seien. Dem THW stünden mehr als 8400 Fahrzeuge zur Verfügung. Das Werk sei dank spezieller Ausrüstung auch für Auslandseinsätze geeignet. Unter anderem könne es für bis zu 1000 Menschen Zeltstädte aufbauen.

Zu Einsätzen müsse das THW gerufen werden. Im Ortsverband Weiden wurde diesbezüglich bei Einführung der Integrierten Leitstelle (ILS) eine besondere Lösung gefunden: "Das THW ist deutlich über das ministeriell vorgeschlagene Maß in der regionalen Gefahrenabwehr mit eingebunden", betonte Duschner. In Weiden selbst hat das THW die Aufgabe der Eigentumssicherung von der Feuerwehr übernommen. Das bedeutet, dass die ehrenamtlichen Helfer Gebäude nach Einbrüchen absichern.

Abrechnung mit Gefühl

Auch bei Naturkatastrophen hilft das THW. Die Frage der Kostenübernahme stelle sich nicht. Wenn die Feuerwehr auf Kostenerstattung verzichte, ziehe das THW nach. Generell lasse das THW bei der Abrechnung "Fingerspitzengefühl" walten, versicherte Duschner. Für wichtig hielt der Redner die Zusammenarbeit mit Feuerwehren, Rettungsdiensten und der Polizei. Rund 20 000 Stunden leisteten die Helfer.
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