Hilfe an 365 Tagen im Jahr

"Bufdie" Katharina Sturm, Stationsleiter Reinhard Maul und Matthias Seifert-König, einer von 40 Ehrenamtlichen, informierten die SPD-Delegation um die Abgeordneten Uli Grötsch und Annette Karl (vorne, von links) über die Situation in der Eschenbacher Rettungswache. Bild: rn

"Wendet euch mit Wünschen und Anträgen an uns. Der kurze Draht ist wichtig." Mit diesem Appell wandten sich Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch und Landtagsabgeordnete Annette Karl an die Mitarbeiter der BRK-Rettungswache. Den beiden SPDlern geht es dabei darum zu erfahren: "Was können wir noch optimieren?"

Anlass für die Vorsprache der beiden Abgeordneten war der Neujahrsbesuch von SPD-Mandatsträgern aus Eschenbach, Pressath und Kirchenthumbach in der Rettungswache. Annette Karl dankte den BRK-Mitarbeitern für ihr Engagement. Sie trügen einen wichtigen Teil dazu bei, gleiche Lebensbedingungen für alle in Stadt und Land zu schaffen.

40 Ehrenamtliche dabei

Für Bürgermeister Peter Lehr hat die Sicherung der Zukunft der Rettungswache oberste Priorität. "Ohne die Ehrenamtlichen wäre der Rettungsdienst nicht leistbar und auch nicht bezahlbar." Aber ohne die Bereitschaft niedergelassener Ärzte könnte der Rettungsdienst nicht aufrechterhalten werden. Lehr bescheinigte der Einrichtung professionelle Hilfe an 365 Tagen im Jahr. Anhand eigener Beobachtungen schätzte er die jährlichen Einsätze auf 700. Prompt kam von Stationsleiter Reinhard Maul die eher noch zurückhaltende Antwort: "Das reicht nicht." Die jährliche Fahrleistung eines Einsatzfahrzeuges der Notärzte gab er mit zirka 90 000 Kilometern an.

"Erst seit Du da bist, erhalten wir Zuwendungen aus einem Fördertopf der Sparkasse", machte Maul deutlich und dankte Lehr für die unkonventionelle Hilfe. Von den Notärzten wünschte er sich, dass sie der Rettungswache die Stange halten und neue junge Kräfte nachkommen. Der Stationsleiter stellte den SPD-Politikern Katharina Sturm aus Wildenreuth, Bertram Kinzl aus Weiden und Matthias Seifert-König aus Oberbibrach als Mitglieder der Gruppe von 40 Ehrenamtlichen vor und versicherte: "Diese hohe Zahl gibt's nur auf dem Land, nicht aber in Großstädten."

Lager als Schwerpunkt

Sturm bekannte sich als Angehörige des Bundesfreiwilligendienstes ("Bufdie"). Als Annette Karl nach dem Warum fragte, erhielt sie als Antwort: "Weil ich hier eine kleine familiäre Wache vorfinde, es hier schöner als in Weiden ist und ich den Dienst als berufliche Vororientierung betrachte."

Die Schwerpunkte des Einsatzdienstes interessierten den Pressather Bürgermeister Werner Walberer. "Lager Grafenwöhr - jeder zweite Einsatz gilt US-Angehörigen", brauchte Stationsleiter Reinhard Maul nicht lange zu überlegen. Auch hochschwangere Frauen von US-Soldaten gelte es, ins Klinikum Weiden zu bringen: "Nahezu vierteljährlich schaffen wir es dabei nur bis zum Brandweiher in Weiden-West."
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