Hilfe, die man sparen kann

Seniorenbeauftragte Elisabeth Gottsche (von rechts) entwickelte das Konzept zur Seniorenhilfe in Absprache mit den Bürgermeistern Peter Lehr und Karl Lorenz. Bild: rn

Die Gründung einer Selbsthilfeeinrichtung für ältere Mitbürger steht bevor. Neben Hilfe für Senioren soll die Gemeinschaft das Potenzial älterer Menschen für die Gesellschaft nutzbar machen.

Das Konzept zur Seniorengemeinschaft "Generationen Hand in Hand" im Kooperationsraum Vierstädtedreieck stellte Elisabeth Gottsche im Stadtrat vor. "Im Kooperationsraum haben wir zehn Gemeinden im Boot." Nun stehe die Gründung eines gemeinnützigen Vereins an.

Der solle vier Ziele verfolgen: Unkomplizierte Hilfe für ältere und hilfsbedürftige Menschen, Sicherung selbstbestimmten Älterwerdens mit Verbleib im gewohnten Lebensumfeld und zusätzliche Altersvorsorge für die Helfer durch Einbringung eigener Fähigkeiten zum Wohle aller.

Vorbereitet haben das Konzept die örtlichen Seniorenbeauftragten Elisabeth Gottsche, Klaus Lehl und Udo Müller in Kooperation mit zweitem Bürgermeister Karl Lorenz und den Seniorenbeauftragten des westlichen Landkreises. Gottsche stellte eine Reihe von Möglichkeiten für die Hand-in-Hand-Gemeinschaft vor: Hilfe bei Einkäufen, Behördengänge, Fahrdienste, Begleitungen zu Frisör, Krankengymnastik, oder bei Spaziergängen. Nicht geplant seien regelmäßige Putzdienste. Allerdings seien auch hier Hilfestellungen bei vorübergehenden Erkrankungen möglich.

Die vielen Bereiche bedürfen guter Organisation. Dazu stellte Gottsche ein Netzwerkmanagement vor. Dies sieht die Vorstellung bei Seniorengruppen, telefonische Vermittlung und Mitgliedertreffen vor. Als Mitgliedsbeitrag entrichten Einzelpersonen 30 Euro, Paare 45 Euro und Körperschaften mindestens 50 Euro. Bei Bedürftigen besteht die Möglichkeit zur Kostenübernahme. Für die Dienstleistung entrichtet der Empfänger pro Stunde acht Euro. Davon erhält der Helfer sechs. Es besteht aber auch die Möglichkeit zum Ansparen des erarbeiteten Guthabens, um es später in Hilfestellung eintauschen zu können. Der Aufnahmeantrag fragt ab, welche Leistungen erbracht und benötigt werden. "Gegenseitige Hilfe wird unsere Zukunft sein", meinte Bürgermeister Peter Lehr. Während der Aussprache wurde das Landratsamt als Bürostelle für die Seniorengemeinschaft vorgeschlagen.

"Das System erspart dem Landratsamt Kosten und stellt eine Entlastung der Sozialbehörden und der Sozialarbeiter dar." Für die Seniorengemeinschaft "Generationen Hand in Hand" erwartet sich Gottsche für die ersten drei Jahre Fördergelder von 30 000 Euro.
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