Hilfe dort, wo sie notwendig ist
Im Blickpunkt

Kemnath. (hwk) Fünf wohltätige Einrichtungen aus der Region freuten sich über eine Spende der Firma Siemens Healthcare in Kemnath. Traditionell übergibt das Unternehmen in der Vorweihnachtszeit Schecks an Organisationen, die sich für andere einsetzen. Je 1000 Euro gab es diesmal für Avalon sowie die "Hilfe für das behinderte Kind" aus Bayreuth, den Kinderschutzbund Kemnath, die Mitterteicher Tafel und den Kirchenthumbacher Verein "Hilfe für Anja".

Standortleiter Alfred Koch und Kaufmännischer Leiter Bernhard Rupprecht hatten mit den Betriebsräten Annke Gräber und Albert Braun zu einer Gesprächsrunde an den Siemens-Standort eingeladen, wo die Vertreter der Vereine ihre Arbeit vorstellten. Laut Koch ist es für Siemens ein großes Anliegen, dort einen Beitrag zu leisten, wo es notwendig ist. Er dankte allen Organisationen für ihr ehrenamtliches Engagement und bat sie, weiterhin aktiv zu bleiben. Die diesjährigen Spendenempfänger habe der Betriebsrat vorgeschlagen, ergänzte Gräber.

Gudrun Brendel-Fischer informierte über die Aufgaben von Avalon . Die Notruf- und Beratungsstelle biete Unterstützung sowie Hilfe für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, die sexuelle Gewalt erleben und erlebt haben. Die Beratungen sei kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym. Ziel sei es unter anderem, Kinder frühzeitig stark zu machen. Rund 60 Schulklassen seien über das Thema informiert worden. Um die zahlreichen Projekte kümmerten sich drei feste Mitarbeiterinnen.

Hannelore Bienlein-Holl ging auf die Aufgaben der Mitterteicher Tafel ein. Derzeit seien rund 25 ehrenamtliche Helfer im ganzen Landkreis Tirschenreuth unterwegs, um von 50 Lebensmittelgeschäften Nahrungsmittel abzuholen und an zwei Tagen in der Woche an über 120 Abholer zu verteilen. Jutta Deiml erläuterte die aktuellen Projekte des Kinderschutzbundes Kemnath . Erfreulich sei die positive Entwicklung des Familienzentrums. Derzeit arbeite man verstärkt an verschiedenen Möglichkeiten, um benachteiligten Kindern zu helfen. Laut Peter Kampermann und Andrea Weinkopf ist der Verein "Hilfe für das behinderte Kind" eine Gemeinschaft sozial engagierter Personen, denen die Belange behinderter Menschen am Herzen liegen. Seit mehreren Jahrzehnten unterstützt der Verein unter anderem verschiedene Einrichtungen zur Frühförderung oder zum gemeinschaftlichen Wohnen.

Michael Sporrer von "Hilfe für Anja" blickte auf die vergangenen 15 Jahre seit der Gründung zurück. In dieser Zeit gelang es, 35 000 Menschen in einer Spenderdatei zu registrieren. Dadurch konnten bereits 350 Spender vermittelt werden. Seit 2014 erfolge die Typisierung mit Wattestäbchen, was die Blutabnahme ersetzt. Diese Möglichkeit gehe wesentlich schneller und einfacher.
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