Hilfe für krebskranke Kinder

Vor zehn Jahren startete die Kinderkrebshilfe Oberpfalz-Nord mit 24 Mitgliedern, nun zählt sie 250. Aber nicht nur bei der Mitgliederwerbung, sondern vor allem bei dem Ziel, krebskranke Kinder und deren Familien zu unterstützen, hat der Verein viel erreicht.

Altenstadt/WN. (sm) Vor einem Jahr hat Herbert Putzer die Vereinsführung von Hannelore Schmidt übernommen, die er zuvor bereits als Stellvertreter unterstützt hatte. In der Jahreshauptversammlung am Freitag im "Schwarzen Bären" zog Putzer seine erste Bilanz.

"Über 103 Anträge auf Hilfen für betroffene Familien mit krebs- und schwerstkranken Kindern wurden in diesen Zeitraum an uns herangetragen und eine Entscheidung getroffen", berichtete Putzer. "Unsere Hilfen sind sehr vielseitig. Der Vorstand macht es sich nicht leicht, zuzustimmen oder auch abzulehnen." Der Verein sei sehr bemüht, mit Spendengeldern sorgsam umzugehen.

38 Kinder betreut

Putzer nannte Beispiele, wo und wie geholfen wurde: Kostenübernahme für ein Therapiefahrrad oder für eine Tagesmutter, Putzhilfe, Reittherapie, Zuschuss für Autoreparaturen oder Ankauf, Übernahme von Stromrechnungen, Fahrt zur Klinik oder zu Fachärzten, Übernachtungskosten für Vater oder Mutter.

Beihilfe gab es zudem für eine Begleitfachkraft zur Schule, für den Besuch der Kinderkrippe oder für Nachhilfe. Weitere Beispiele: Zuschuss, für homöopathische Behandlung, Hautcreme, spezielle Heilmittel, aber auch Kostenzuschuss für eine Beerdigung. Des Weiteren wurden spezielle Möbel bezahlt oder ein Spezial-Autokindersitz. Auch Rechnungen zur Verbesserung der Lebensqualität wurden beglichen. "Seit der letzten Mitgliederversammlung vom August 2013 bis heute waren es 38 Kinder, die unser Verein betreute", berichtete Putzer.

"Hinter jeder Darstellung steht ein langer Leidensweg, zumeist unbemerkt von der näheren Umgebung." Putzer zog noch eine weitere Bilanz: "Seit Gründung der Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz Nord haben wir bis heute 96 Familien mit krebs- und schwerstkranken Kindern in irgend einer Form, sei es finanziell oder durch Verwaltungsaufgaben bei Behörden, unterstützt."

22 neue Mitglieder

Der Vorsitzende lobte die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung. Nur dadurch sei die Hilfe durch den Verein möglich. Er dankte allen und bat um weitere Unterstützung.

Als "äußerst erfreulich" bezeichnete er die Mitgliederentwicklung. Seit Juli 2013 schlossen sich weitere 22 Personen dem Verein an. Gabriele Striegl aus Altenstadt-Vohenstrauß ist das 250. Mitglied. Putzer begrüßte sie mit einem Blumenstrauß.
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