"Hinrundenmeister" DJK Ammerthal schrammt in Cham knapp an der Niederlage vorbei
Mit einem blauen Auge

Trotz eines mageren 1:1-Unentschiedens beim ASV Cham sicherte sich die DJK Ammerthal in der Fußball-Landesliga Mitte den inoffiziellen Titel des Hinrundenmeisters. "Es war ein leistungsgerechtes Unentschieden bei einem erwartet schweren Gegner. Wir hatten bei zwei Lattentreffern aber auch Glück", sagte DJK-Trainer Thomas Adler nach der wenig berauschenden Vorstellung seiner Mannschaft. Die Gäste konnten gegen aufopferungsvoll kämpfende Chamer zu keinem Zeitpunkt an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen.

Völlig überflüssiger Elfmeter

Ammerthals Torjäger Michael Jonczy hätte nach wenigen Sekunden für einen Paukenschlag sorgen können, als er alleine auf ASV-Torhüter Marcel Lengsfeld zulief, doch dieser klärte per Fußabwehr. Danach war von den Gästen längere Zeit nichts zu sehen. Die Gastgeber fanden immer besser ins Spiel und brachten Ammerthal ein ums andere Mal in arge Verlegenheit. Zudem leistete sich die DJK in der Defensive ungewohnt viele Fehler. Einer Glanztat von Torwart Marcel Schumacher war es zu verdanken, dass die DJK nach einem Fehler von Patrick Stauber durch Peterik nicht ins Hintertreffen geriet. Nur zwei Minuten später musste Schumacher dennoch hinter sich greifen, als Maximilian Drexler einen von Stauber völlig überflüssig verursachten Foulelfmeter zum 1:0 verwandelte.

Es hätte noch schlimmer kommen können, wenn Franz Wendl eine weitere Großchance für den ASV verwertet hätte (11.). Bei der DJK war über weite Strecken keine Ordnung im Spiel festzustellen, die Mannschaft wirkte phasenweise völlig konfus und konzeptlos. Von der gefürchteten Kreativabteilung war nichts zu sehen. Dennoch glückte der DJK wie aus heiterem Himmel der schmeichelhafte Ausgleich: Nico Becker nutzte eine Kopfballvorlage von Jonczy zum 1:1 (35.). Wieder war es Jonczy, der kurz nach Wiederanpfiff die Führung auf dem Fuß hatte, doch Ex-Profi Marcel Lengsfeld blieb Sieger im Eins-gegen-Eins-Duell. Es folgte die beste Phase der DJK, die Elf von Uwe Misslinger geriet immer mehr unter Druck. "Die Ammerthaler ließen nach der Pause ihr Können aufblitzen", sagte der ASV-Trainer. "Wir wurden rund 20 Minuten lang regelrecht vorgeführt, doch wir haben diese Druckphase mit Glück und Geschick überstanden."

Zweimal Latte

Nico Becker (51.), Johannes Kohl (54.) und Dominik Haller (56.) vergaben drei hundertprozentige Torchancen für die DJK. Es war aber nur ein kurzes Aufflackern, denn nach rund einer Stunde fiel der Tabellenführer in den alten Trott zurück und baute den ASV Cham durch teilweise haarsträubende Fehler wieder auf. In der 60. Minute donnerte Wendl nach einem Lapsus von Kohl den Ball an die Latte, nur wenig später war es Schuhmacher - mit Abstand Ammerthals Bester - der mit einer spektakulären Parade gegen Peterik einen Rückstand vereitelte. Riesenglück hatte die DJK, als Wendl das zweite Mal nur Aluminium traf (86.).
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