Hinter jedem Schmerz steckt mehr: Hubert Schug referiert bei Frauenfrühstück
Nicht den Starken spielen

Mit besonderen Schmerztropfen bedankte sich Monika Stopfer im Namen des Katholischen Frauenbundes und der Teilnehmerinnen am Frühstück bei Referent Hubert Schug für die interessante und mitunter durchaus heitere Schmerzrunde. Bild: rn
Das Schmerzempfinden ist bei jedem unterschiedlich. Führt der Schnitt mit dem Brotmesser bei dem Einen nur zu einem "Aua", folgt beim Anderen gleich der Gang zum Doktor.

Mit diesem einfachen Vergleich begann Hubert Schug beim Frühstück des Katholischen Frauenbundes eine rege Informations- und Gesprächsrunde zum Thema Schmerz und nannte ihn ein Zeichen des Körpers. Wie sehr die Stärke des Schmerzes vom individuellen Empfinden abhängig ist, beschrieb er außerdem am Beispiel einer Afrikanerin, an der ein Medizinmann bei vollem Bewusstsein eine Schädeloperation vornahm. Ein Kölner Professor habe das Geschehen gefilmt.

Seinen zahlreichen Zuhörerinnen gab Schug daraufhin den Trost: "Schmerz sollte heute niemand aushalten müssen - es gibt Mittel." Der ausgebildete Schmerztherapie-Manager machte deutlich, dass hinter jedem Schmerz nicht nur ein "Aua" stecke, sondern mehr.

Während die Ursache für Kopfschmerzen nur zu wenig Flüssigkeit sein könne, sei Migräne ein anderes Thema. Hier sollten der Betroffene nicht den Starken spielen. Zu Rückenschmerzen gab er zu bedenken, dass die Wirbelsäule wegen oft mangelhafter Muskulatur "mit 80 anders reagiert als mit 18 Jahren". In Negativerlebnissen sah der Apotheker die Ursache für psychosomatische Schmerzen. Hier müsse sich der Betroffene die Ursache eingestehen.

Wege zur Bekämpfung

Schug ging außerdem auf die Schmerzbekämpfung ein, etwa auf entzündungshemmende Medikamente, Enzymspritzen und homöopathische Mittel. "Fehlfunktionen können jedoch nicht durch Homöopathie repariert werden", stellte er klar.

Spontane Heiterkeit löste er aus, als er berichtete, wie er vor Kurzem am Stadtplatz eine junge Frau "vor Schmerzen gerettet" habe. Sie hätte sonst "wegen ihrer Handyspielerei und -wischerei" Bekanntschaft mit einem Laternenmasten gemacht.
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