Hintergrund

Bei dem militärischen Gefangenenlager in Immenreuth handelte es sich um ein Arbeitskommando der Wehrmacht. Es war ebenso wie die Kommandos Groschlattengrün und Nasnitz (bei Michelfeld) dem Stalag (Stammlager) XIII B in Weiden unterstellt. Im Herbst 1941 waren in Immenreuth 80 sowjetische Kriegsgefangene interniert. Am 24. September wurden sie von einem Einsatzkommando der Gestapo Regensburg überprüft. Sechs Gefangene wurden dabei von der Gestapo laut Boris Behnen, einem Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, als "arbeitsunfähig" und "unbrauchbar" ausgesondert und am 9. Oktober ins Konzentrationslager Flossenbürg als dem nächstgelegenen Exekutionsort transportiert. Einen Tag später wurden sie dort von der SS erschossen. Das Blatt, auf dem die Selektionen und Exekutionen dokumentiert sind, ist in der Dauerausstellung der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in der ehemaligen Wäscherei ("Konzentrationslager Flossenbürg 1938 bis 1945") zu sehen. (rca)
Weitere Beiträge zu den Themen: Kurz notiert (401123)April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.