Hintergrund

Michael bringt in Allersburg die Wiesenkirchweih mit", sagt eine Redewendung der Allersburger: Das dortige Patroziniumsfest zu Ehren des heiligen Michael gehört wohl zu den ältesten, schriftlich überlieferten Kirchweihen in der Region.

Die Ursprünge dieser Wiesenkirchweih reichen bis 1576 zurück - in eine Zeit, als der bischöfliche Pfleger aus dem benachbarten Hohenburg und der Vertreter der Herrschaft der Pfalzgrafen von Neuburg/Donau aus Lutzmannstein dorthin kamen, um das Recht des Kirchweihfriedens auszuüben.

Fast wäre es damals zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen den beiden Parteien gekommen, denn jede Abordnung wollte das Standgeld der Fieranten als Zubrot in seiner Kasse haben. Die Pfarrkirche St. Michael, eine ehemalige Wehrkirche, hatte bereits 1999 ihr 1150-Jähriges.

Auch heute noch, 63 Jahre nach der Westerweiterung des Truppenübungsplatzes, hat die Wiesenkirchweih ihre Anziehungskraft auf die ehemaligen Bewohner des heutigen Militärgeländes behalten. Ortschaften wie Pielenhofen, Griffenwang, Stetten, Lutzmannstein, Kittensee und Deinfeld sind den Allersburgern immer noch geläufig. Viele Besucher kommen bis weit aus dem Landkreis Neumarkt. (hmx)
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