Hintergrund

Wer war Johann Hector (der Jüngere) von Vischbach?

Der Kunstbeflissene

Durch seinen Aufenthalt während des großen Türkenkriegs (1683 bis 1699) am Wiener Hof war er nicht nur zu Reichtum, sondern auch mit den neuesten Strömungen der Baukunst in Berührung gekommen.

Er ließ um 1700 das Hammerschloss komplett überarbeiten. Dabei wurde es um den einen Stock und das Dach erhöht - nach dem Vorbild italienischer Adelspaläste.

Der Sanierer

"Gegen Ende des 17. Jahrhunderts scheint sich die Lage des Hammergutes Schmidmühlen allmählich stabilisiert zu haben. Schienhammer und Blechhammer arbeiteten wieder regelmäßig. J.H.v. Vischbach, der Jüngere, konnte es sich auch finanziell leisten, um 1700 das Untere Schloß als Herrensitz auf dem Hammergut errichten zu lassen". (Theuerner Band 12, Hannelore Fleisser über den Schmidmühlener Hammer).

Das Verhältnis von Ferdinand Hektor von Vischbach zum Magistrat Schmidmühlens war getrübt. 1737 wollte er seinen "völlig ruinirten Hammerwasserbau" neu errichten und das Gefälle erhöhen.

Er zeigte dies dem Magistrat an, dessen Mitglieder sich jedoch wenig geneigt zeigten und sich nicht einmal durch seinen Vorschlag, einen "verständigen Mathematicum" als unabhängigen Sachverständigen hinzuzuziehen, umstimmen ließen. (Staatsarchiv Amberg, Oberpfälzer Appellationsgericht 1631). (pop)
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