Hintergrund: Wasserbehandlung mit Aktivkohle

Die Behandlung mit Aktivkohle ist seit vielen Jahren ein effektives und einfaches Verfahren, um Trinkwasser aufzubereiten.

Dazu wird meist herkömmliche Steinkohle verwendet. Diese wird mit technischen Verfahren so behandelt, dass sich einerseits die Oberfläche vergrößert und sich anderseits die Oberflächenhaftung verstärkt. Bei einer ausreichenden Kontaktzeit des Trinkwassers mit der Aktivkohle in einem geschlossenen Filter werden Schadstoffe angezogen und eingefangen (absorbiert).

Eine derartige Aufbereitung kann gelöste, organische Spurenstoffe wie Pestizide und deren Abbauprodukte (Metaboliten) oder Medikamentenrückstände aus dem Trinkwasser entfernen. Mineralien (Calcium, Magnesium) oder Salze (Nitrat) und Kalk (Calciumcarbonat) bleiben dagegen enthalten: Der Härtegrad wird durch die Filter also nicht verändert. Die im Quellwasser enthaltenen und über dem zulässigen Grenzwert liegenden Pflanzenschutzmittel-Rückstände Atrazin und Desethylatrazin können damit jedoch vollständig entfernt werden.

Vielfach wird diese Filtermethode auch zur Verbesserung der Geschmacks- und Geruchseigenschaften von Trinkwasser eingesetzt. Wichtig dabei ist, dass seine Natürlichkeit erhalten bleibt und keine künstlichen Stoffe zugeführt werden müssen. (jp)
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