Hirschauer Stückl

Im "Volksbuch des Böhmerwaldes" heißt es: "Auf eine Zeit hörten die Hirschauer, dass im Lande Krieg sei. Sie fürchteten, dass das Kriegsvolk ihre große Kirchenglocke mitnehmen und daraus eine Kanone machen könnte. Sie hielten es für ratsam, die Glocke im See zu versenken. Also fuhren sie auf einem Schifflein auf dem See und versenkten die Glocke. Als einer die Frage tat, ob sie die Glocke wiederum finden würden, sagte der Bürgermeister: Darüber lass dir kein graues Härlein nicht wachsen, das ist meine Sache, der Bürgermeister von Hirschau bin ich. Er schnitt eine Kerbe ins Schifflein, meinte, so würde er den Fleck, wo die Glocke liegt, leicht finden. Den Kerbschnitt am Schifflein haben die Hirschauer später wohl gefunden. Ihre Kirchenglocke aber haben sie kaum wiederum läuten hören." (u)
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