Hochzeiten nicht ausgeschlossen

Kein Zutritt für Männer: Am Ende des Schwanks "Die Jungfern vom Bründlhof" war das Schnee von gestern. Die Theatergruppe Neukirchen zu St. Christoph legte eine Premiere nach Maß hin. Bild: pi

Ausverkaufte Vorstellungen Wochen vor der Premiere sind bei der Theatergruppe Neukirchen zu St. Christoph schon Tradition. Kein Wunder, schließlich wissen die Freunde kurzweiliger Unterhaltung die Qualitäten des Ensembles zu schätzen.

Mit dem Schwank "Die Jungfern vom Bründlhof" aus der Feder von Ridi Walfried hat das Team um Vorsitzenden Klaus Wittmann wieder einen Volltreffer gelandet. Die Besetzung der Rollen und die turbulente Handlung waren ideal für einen vergnüglichen Abend.

Kuriose Blüten

Der erste Vorhang am Freitag war der beste Beweis dafür. Die Besucher genossen sichtlich den ewig jungen Geschlechter-Kampf zwischen Mann und Frau, und der treibt auf der Bühne im Pfarrheim die kuriosesten Blüten. Schließlich verteidigt die resolute Bäuerin vom Bründlhof gemeinsam mit den drei Mägden zunächst statthaft und mit allen Mitteln die Frauenbastion Bründlhof gegen die hartnäckigen Avancen der männlichen Dorfbewohner.

Die haben bei den Auftritten der "Hofgrazien" zunächst ziemlich schlechte Karten und rennen trotz aller Annäherungsversuche förmlich gegen eine Wand. Ob es da noch zu einem Happy End kommen soll? Na klar: Fast in letzter Minute gelingt es einem jungen Paar, den "gordischen Knoten" zu entwirren. Am Ende bekommt das sogenannte "starke Geschlecht" durch eine glückliche Fügung wieder Oberwasser, die Streithühner und -hähne haben sich wieder unendlich lieb, und alles wird gut. Fazit: Hochzeiten nicht ausgeschlossen.

Szenenapplaus während der drei Akte war an der Tagesordnung, die Zuschauer haben sich vor Lachen gebogen. Langanhaltender Beifall am Ende war für die Darsteller Martina Bock, Andrea Kneißl, Tamara Kneißl, Sandra Woppmann, Karina Zehent, Hans Braun, Thomas Essler, Mario Schaller, Christian Wittmann und Stefan Wüst der Lohn.

Das Team ergänzten Max Zehent als Regisseur, Petra Scheibl (Souffleuse) sowie Martina Bock und Michaela Wittmann als Maskenbildnerinnen. Für das Bühnenbild waren neben Vorsitzendem Klaus Wittmann noch dessen Sohn Johannes und Felix Woppmann verantwortlich.
Weitere Beiträge zu den Themen: Neukirchen zu St. Christoph (514)12-2014 (6638)
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