Horst Schellkopf weiter an der Spitze Arbeitskreises Umweltsicherung - Klaus Hofbauer: ...
Vorstand mit viel Fachkompetenz

Neustadt/WN. (bey) Drei Neuaufnahmen an einem Abend - und das in einem Arbeitskreis, der nicht immer höchste Priorität bei der Partei genießt. Darüber freute sich der Vorsitzende des Arbeitskreises Umweltsicherung und Landesentwicklung im Landkreis Neustadt, Horst Schellkopf. Der Jahresbericht des Kreisvorsitzenden war kritisch und nachdenklich.

Akzente gesetzt

Schellkopf zog am Ende seiner ersten Amtszeit in der Jahreshauptversammlung im "Weißen Rössl" ein zufriedenstellendes Fazit. Der Vorstand sei mit viel Fachkompetenz ausgestattet. Schellkopf erinnerte an die "Wiederbelebung" des Arbeitskreises im Mai 2013. Ziel sei es gewesen, den Arbeitskreis bei seiner Arbeit voranzubringen. Dass dies mehr als gelungen ist, bescheinigte Bezirksvorsitzender Klaus Hofbauer. Schellkopf habe den Arbeitskreis nicht nur wiederbelebt, sondern Akzente gesetzt.

Bezirksvorsitzender Hofbauer sprach sich für eine Reduzierung der Bundesländer aus. "Bayern muss aber nicht größer werden", meinte der Ex-Bundestagsabgeordnete. Im Freistaat gebe es aber zu viele Verwaltungsebenen mit einer aufgeblähten Bürokratie. Die Energiepolitik müsse zum europäischen Thema gemacht werden. Landrat Andreas Meier beurteilte die Pflicht zur Einführung der Biotonne im ländlichen Raum kritisch.

Hofbauer bedauerte, dass die Naturschutzinitiative "Grünes Band Europas" in anderen Bundesländern mehr Unterstützung als in Bayern erfahre. Beim Blick auf das landesplanerische Entwicklungskonzept und der seit 20 Jahren bestehenden grenzüberschreitenden Arbeit sieht Hofbauer die Notwendigkeit einer Bestandsaufnahme, verbunden als Basis für neue Impulse. Unverhohlen gab der Sprecher seine Meinung zu den Bezirksregierungen preis: Diese seien überflüssig, die Bürokratie werde damit nur aufgebläht. Bei der Energiewende wüssten die Menschen derzeit nicht mehr, wie es weitergehen soll. Die Arbeitskreise Umweltsicherung und Landesentwicklung und daraus resultierende Arbeitsgemeinschaften müssten in der CSU mehr Bedeutung erlangen.

Vorschriften beugen

Landrat Andreas Meier sieht die Notwendigkeit, das Thema Energiepolitik nicht auf den jeweiligen Landkreis zu begrenzen. Eine breitere Basis sei notwendig, weil gerade beim Bau von Windkraftanlagen im Regelfall mehrere Landkreise betroffen seien. Ganz klar hinterfragte der Landkreischef die Notwendigkeit der Einführung von Biotonnen im ländlichen Raum. Der Landkreis werde sich aber wohl den Vorschriften beugen müssen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7772)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.