Hotspot der Natur

Hans Frisch (Zweiter von rechts) stellte die Schätze seines Hessenreuther Waldes vor. Bild: bod

Die Wildnis daheim ließ sich der Pressather Heimatpflegebund präsentieren. Im Hessenreuther Wald präsentierte Revierförster Hans Frisch tatsächlich einzigartiges.

Beischönstem Spätsommerwetter erkundete eine Abordnung des Heimatpflegebunds die Schätze des Hessenreuther Waldes. Mit Hans Frisch übernahm der Revierleiter des Forstreviers Hessenreuth persönlich die Führung. Vom früheren Kinderspielplatz an der B299 führte die Tour in den Wald zu Fischadler, Schwarzstorch und anderen Naturschönheiten.

Der Ausflug hatte dasselbe Motto wie das laufende forstliche Aktionsjahr: "Wald und Naturschutz" Frisch präsentierte zunächst eine rund 250 Jahre alte Eiche. Eine grüne Wellenlinie kennzeichnet sie als Biotopbaum: Ihre mächtige Krone biete vielen Insekten, Käfern und anderen Kleinlebewesen Raum. Solche Bäume biete der Hessenreuther Wald einige: Auch Fichten und Kiefern dienen seltenen Vöglen als Nistplätze.

Frisch erklärte auch die Prinzipien der Forstwirtschaft in Bayern, stellte aber besonders die pflanzliche und tierische Vielfalt in dem Waldgebiet vor. Für diese sei die " abwechslungsreich strukturierte Bodenbeschaffenheit auf relativ kleiner Fläche verantwortlich. "Der Hessenreuther Wald ist ein Hotspot unter den bayerischen Staatswäldern."

Besonders hob Frisch die Eulen- und Fledermausarten hervor: Die Bechstein-Fledermaus gebe es europaweit nur hier. Ebenfalls selten seien Großvögel wie Fisch- und Seeadler sowie Schwarzstörche. Im Hessenreuther Wald finden sie Bruträume. Am Ende der eineinhalbstündigen Wanderung dankte Vorsitzender Josef Neuber Frisch mit einem Geschenk. Anschließend klang der Tag in fröhlicher Runde aus.
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