HSG-Damen retten den Sieg

Klare Ansage: HSG-Trainer Wolfgang Völkl richtet eindringliche Worte an seine Spielerinnen. Am Ende wurde er doch noch erhört, die HSG gewann gegen den TV Helmbrechts ganz knapp. Bild: Baehnisch

Die Handballerinnen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld sind in der Landesliga Nord trotz einer Durchschnittsleistung weiter auf Kurs. Mit ihrem knappen Sieg gegen den TV Helmbrechts setzen sie sich weiter im vorderen Mittelfeld der Liga fest.

Schwarzenfeld. (söt) Es war erneut knapp, dieses Mal mit dem besseren Ende für die Damen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld: Die Handballerinnen gewannen am Samstag das hart umkämpfte Heimspiel gegen den TV Helmbrechts mit 31:30.

Die Damen von Trainer Wolfgang Völkl kamen die ganze Spielzeit über nicht richtig in diese Begegnung. Nach den doch sehr kraftraubenden Spielen der vergangenen Wochen wirkten sie psychisch und physisch sehr müde. Die Gäste aus Helmbrechts dagegen gingen mit sehr viel Schwung und Mut in diese Landesliga-Begegnung. Immer wieder fanden sie die Lücken in der HSG Abwehr und verwandelten die sich bietenden Chancen sehr sicher. Ständig musste der Gastgeber einem Rückstand hinterher laufen. "Unser Abwehrspiel war in der ersten Hälfte sehr ungeordnet", kritisierte HSG-Coach Wolfgang Völkl seine Mannschaft. Verschiedene Formationen wurden ausprobiert, was an diesem Tag aber zu keinem Erfolg führte. Zwar hatten die HSG-Damen im Angriff viele Möglichkeiten, doch die Chancenverwertung war miserabel. So stand es zur Halbzeit 17:16 für die Gäste aus Franken.

In der zweiten Hälfte sollte die Abwehr stabiler und Tempo angezogen werden. Dies gelang den Oberpfälzerinnen in den ersten zehn Spielminuten auch. Spielmacherin Miri Aust wurde in Manndeckung genommen. Helmbrechts agierte konfus. Mit 21:19 übernahmen die Einheimischen erstmals die Führung, wodurch sie auch mehr Sicherheit gewannen. Der TV Helmbrechts wurde konditionell immer schwächer, was die Damen von Trainer Völkl durch schnelle Gegenstöße nutzten. Durch vier Tore in Folge schaffte die HSG erstmals ein kleines Führungspolster. Diesen Vorsprung behaupteten die HSG-Damen auch bis zur 56. Spielminute. Beim Stand von 31:27 verpassten sie es jedoch durch einige vergebene Torchancen, das Match vorzeitig für sich zu entscheiden.

Der Gast aus Franken gab sich nicht geschlagen und mit einer offenen Manndeckung setzten sie nochmals alles auf eine Karte. Die HSG-Damen wirkten wie schon die ganze Begegnung über sehr verunsichert und schenkten dem Gegner zu leicht die Bälle. So wurde die Partie nochmal unnötig spannend und die Nerven der Zuschauer wurden strapaziert. 25 Sekunden vor dem Ende schaffte der TV Helmbrechts den Anschlusstreffer zum 30:31 und wieder verloren die Oberpfälzerinnen durch einen technischen Fehler den Ball. Doch die Gäste trafen nicht mehr, so dass es beim 31:30 für die HSG blieb.

"Man hat deutlich gesehen, wie müde die Mädels waren. Da ging heute gar nichts", sagte Völkl nach der Partie. "Die letzten Wochen waren doch sehr anstrengend für unseren dünn besetzten Kader. Mit Sicherheit war es kein schönes Spiel, aber diesmal gab es eben zwei Punkte, die wir uns hart erkämpft haben."

HSG-Tore: Kovarikova 13/6; Fleischmann 7/3; Fischer 4; Luley 2; Fröhlich 2; Grasser 1; Schopper 1; Czichon 1
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