HSG-Herren werfen bei OG Erlangen ein Tor zu wenig
Unnötige Niederlage

Nabburg/Schwarzenfeld. (kum) Denkbar knapp musste sich die Handball-Herrenmannschaft der HSG Nabburg/Schwarzenfeld mit 22:23 bei der OG Erlangen geschlagen geben. Wieder eine hauchdünne Niederlage, die man sich aber erneut selbst zuzuschreiben hat. Denn die HSG hatte sich bei einer Mannschaft, die mit vielen Altstars bestückt ist, durchaus Erfolgschancen ausgerechnet.

Die Gäste konnten zwar nicht in Bestbesetzung antreten, trotzdem gelang es, das Spiel über 60 Minuten eng zu halten. Vorne war taktisch vorgesehen, durch druckvolles Stoßen auf die Lücken und eventuelle Tempogegenstöße die robuste OG-Abwehr aus der Reserve zu zwingen. Die 2:0-Führung sollte der einzige Zwei-Tore-Vorsprung der Gastgeber sein. Über ein 4:4 und 8:8 in der Anfangsviertelstunde entstand ein echter Handballkrimi, der aber von vielen Fehlern der HSG-Truppe geprägt war.

Ein ständiger Begleiter war wieder die schlechte Chancenverwertung. "Verworfene Siebenmeter und bestraft eine abgezockte OG-Mannschaft sofort", resümierte Trainer Kessler bedient. Da die HSG-Abwehr meist gut arbeitete und der Mittelblock frühzeitig gegen die wuchtigen Rückraumwerfer antrat, kam der gefürchtete OG-Angriff aber nicht zur Entfaltung. Mit einer vielversprechenden 13:12-Führung ging es in die Pause.

In der zweiten Halbzeit bestimmten viele Unkonzentriertheiten und Fehlwürfe auf beiden Seiten die Begegnung. Keeper Martin Strejc hielt was zu halten war und vorne konnte die HSG erneut auf einen top aufgelegten Basti Blödt bauen. Beim Stand von 18:16 und doppelter Überzahl vergaben die Gäste die Chance, vorentscheidend davonzuziehen. Stattdessen konnte Erlangen zwei Minuten vor Schluss ausgleichen und bekam zur Krönung Sekunden vor Abpfiff einen fragwürdigen Siebenmeter zugesprochen. So stand die vierte Saisonniederlage fest, davon schon die dritte mit nur einem Tor. Das brachte Daniel Kessler auf die Palme: "Wir wurden erneut für unsere Abschlussschwäche und fehlende Cleverness bestraft. Der Mittelfeldplatz nach der Hinrunde ist in Ordnung. Wir müssen in der Rückrunde aber sehen, dass wir möglichst schnell 20 Punkte auf dem Konto haben."

HSG-Tore: Blödt 9; Kiener 5/2; Fenchl 3; Held 2; Zeißner, Schießl, Schanderl je 1;
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.