HSG nutzt das Gemecker

Ein Spiel gegen das Tabellen-Schlusslicht sollte eigentlich kein größeres Problem sein. Die HSG Nabburg-Schwarzenfeld hatte aber gegen den SV Buckenhofen in der BOL-Partie schwer zu kämpfen. Am ende schlugen sich die Gäste auch ein bisschen selbst.

Schwarzenfeld. (kum) Die Handballer der HSG Nabburg-Schwarzenfeld bleiben in der Erfolgsspur: Mit dem 32:27 gegen den SV Buckenhofen liegen sie weiterhin in der Spitzengruppe der Bezirksoberliga. Die Gäste stehen weiter abgeschlagen am Tabellenende. Da viel auf dem spiel stand, war es eine hitzige Partie.

Das Spiel begannen beide Teams durchaus anspruchsvoll: offensiv und mit schnellen Ballpassagen. Buckenhofen versuchte es meist mit schnellen Ballpassagen und Durchbrüchen, was gegen die zu Beginn noch zu passive HSG-Abwehr gut funktionierte. Die HSG hingegen spielte ihre Spielzüge variabler und kam auf allen Positionen zum Abschluss. Besonders treffsicher zeigte sich in der ersten Hälfte Sebastian Blödt, der sich schon zuletzt in Erlangen in Torlaune präsentierte. Beim Stand von 17:17 wurden die Seiten gewechselt. HSG-Coach Daniel Kessler sprach in der Pause die Ballverluste und die schlechte Abwehrleistung an: "17 Tore sind zu viel in einer Halbzeit. Wir sind zu passiv und lassen die Gegner zu nahe an uns ran, ohne sie anzugehen", bemängelte er.

Trotz aller Bemühungen, die eigene Defensive aufzurütteln, setzte sich das Spiel dort fort, wo man aufgehört hatte: Hinten zu zögerlich und vorne mit hohem Tempo, was die Gäste clever nutzten: Sie stellten eine offensivere Abwehrvariante und provozierten so eine Serie an Ballverlusten der HSG und damit einfachen Kontertoren. Ehe die HSG sich auf diese Variante einstellen konnte, lag sie im Hintertreffen (21:23) und schien auf der Verliererstraße. Doch die Gäste überdrehten und verloren etwas den Kopf, was in einer Zweiminutenstrafe wegen Meckerns gipfelte. Diese wiederum sollte das Spiel drehen: Die HSG glich zum 25:25 aus und gewann die Sicherheit, die man zuvor lange gesucht hatte. Buckenhofen war geschlagen, die HSG traf nach Belieben und siegte mit 32:27.

"Wir haben im letzten Moment das Ruder herumgerissen und auch in der Abwehr noch unsere Form gefunden", freute sich Trainer Kessler über die zwei wichtigen Punkte. Die hatte man auch dem Gegner zu verdanken, der sich angesichts des möglichen Siegs nicht clever anstellte und in der entscheidenden Phase zwei dumme Zeitstrafen wegen Meckerns kassiert hatte.

HSG-Tore: Blödt 8, Kiener 6, Held 5, Schanderl 4/3, Schießl 3, Fenchl 3, Spiller 1, Forster 1
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