Hubertus lockt die Besucher

Für den alten Baum, gespielt von Klaus Schedl, ist es das höchste Glück, wenn sich nachts "daa Mou-scheii gaanz silbern aaf meine Noudln legt". Landstreicher Lothar Pöll schwärmt von Erlebnissen in der weiten Welt.

"Jägersleut versammelt euch" war das erste Signal, das die Jagdhornbläsergruppe aus Hahnbach in der OWV-Halle anstimmte. Vorsitzender Markus Müller und seine Mitstreiter freuten sich beim ersten Hubertusnachmittag im Kohlberger Ortsteil Schlemm über ein proppenvolles Haus.

Zum Andenken an Hans Bock, dem kürzlich verstorbenen Ehrenvorsitzenden des Heimatvereins, intonierten die Waidmänner die "Ehrenfanfare" und "Jagd vorbei, Halali". Der Sketch "Baum und Landstreicher" der Laienspieler brachte für den heimatlosen Wanderer, gespielt von Lothar Pöll, eine überraschende Erfahrung. Er konnte mit dem alten Baum, dargestellt durch Klaus Schedl, wie mit einem Bruder reden und Freundschaft schließen. Manuela Hegen sprach den Einführungstext, Markus Müller, Erich Weidner und Heinz Prölß wirkten in Nebenrollen mit.

Jagdpächter Carlo Geilersdörfer war es gelungen, für den Diavortrag einen Kenner der Heimat zu gewinnen. Hubert Anton engagiert sich seit 2003 im Bereich des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr für den Naturschutz. Der Bundesforstbeamte zeigte einen Streifzug durch die Oberpfälzer Tierwelt. Alles, was in den Wäldern kreucht, hüpft, fliegt und schwimmt, kam zusammen mit Appellen an Landwirte und Naturliebhaber vor, wie in dem Satz: "Gebt dem Rotwild in unserer Natur eine Chance, denn sie sind gute Landschaftspfleger!" Das Jagdsignal "Zum Essen" leitete musikalisch zum gemütlichen Teil der Veranstaltung mit Würsteln und Kraut über.
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