Hüter einer großen Tradition

Für Verdienste und langjährige Zugehörigkeit zum Verein wurden diese Mitglieder ausgezeichnet. Dazu gesellten sich zahlreiche Gäste. Bilder: cs (2)

Mit Ehrengästen, weiteren Schützenvereinen der Stadt und aus dem Schützengau Sulzbach-Rosenberg feierte der Schützenverein 1890 sein 125-jähriges Jubiläum im Vereinsheim. Dabei gab es große Anerkennung für den Jubelverein mit Dietmar Neugebauer an der Spitze.

In allen Grußworten fanden die Traditionspflege und der gesellschaftspolitische Beitrag, der hier geleistet wird, ihre Würdigung. Schützenmeister Dietmar Neugebauer freute sich über ein volles Heim. In seinem Blick auf das Vereinsleben rief der Schützenmeister Höhen und Tiefen in Erinnerung, die gemeistert wurden. Gut im Gedächtnis sei ihm noch sein Eintritt in den Verein im Jahr 1976 mit drei weiteren "jungen Kerlen". Zeitaufwändig und beschwerlich war nach jedem Schießen der Auf- und Abbau des Schießstandes. "Das ist alles Geschichte, heute sind wir stolz auf unser eigenes Schützenheim".

Meilenstein geschaffen

Mit dem Bau entstand ein Meilenstein im Werdegang des Vereins. Zu verdanken sei dies seinem Vorgänger und Ehrenschützenmeister Johann Gnan. So hatte man in diesem Jahr einen weiteren Grund für ein Jubiläum, das 20-jährige Bestehen des Schützenheimes. Demografischer Wandel und ein Riesenfreizeitangebot machten es den Vereinen schwer, beklagte Neugebauer. Als Reaktion darauf habe der Verein auf die neueste Technik umgestellt. Mit den sechs elektronischen Schießständen erhoffe man sich die Aufmerksamkeit von jungen Leuten.

Schritt in die Zukunft

Schirmherr und Bürgermeister Joachim Neuß gratulierte zum Jubiläum, das zugleich den Beweis dafür liefere, dass sich in Auerbach auch das Schützenwesen auf eine große Tradition berufen kann. "1890 ist heute noch eine fest verankerte Institution." Mit der Umrüstung auf elektronische Schießstände habe der Verein einen gewaltigen Schritt in Richtung Zukunft gemacht. "Vereine schaffen Verwurzelung und Verbundenheit mit ihrer Heimat", dafür sei viel Engagement notwendig, insbesondere des Schützenmeisters. "Der Schießsport verlangt in besonderer Weise Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Waffen, das muss jungen Leuten immer wieder eingeschärft werden. Der Schützenverein 1890 darf stolz sein auf seine Entwicklung, seine Geschichte und seine Leistungen", unterstrich das Stadtoberhaupt.

Mit dem Jubiläumsverein bringe sich ein sehr aktives Mitglied in den Stadtverband ein, bestätigte dessen Vorsitzender Eugen Eckert, als "junger Spund" in sein Amt eingeführt von seinem Vorgänger Johann Gnan, zugleich auch Ehrenschützenmeister von 1890.

Die Glückwünsche des Oberpfälzer Schützenbundes überbrachte Präsident Franz Brunner. Trotz vieler Höhen und Tiefen hätten sich immer wieder Menschen gefunden, die den Verein weitergeführt haben. Von etwas Besonderem sprach er über das Schützenheim. "Es ist eine Bleibe, in der Menschen sich wohl fühlen."

Der Verein sei gut aufgestellt, konnte die erste elektronische Anlage im gesamten Schützengau in Betrieb nehmen und biete einen barrierefreien Zugang an. Mit einem Fahnennagel des Deutschen Schützenbundes und einer Medaille darf sich der Jubelverein nun schmücken.

Allen Grund stolz zu sein habe der Verein laut Gauschützenmeister Wolfgang Moll, der die Glückwünsche und den Jubiläumsteller des Schützengaues Sulzbach-Rosenberg überbrachte. Auch durch Auf und Ab im Laufe der Zeit hätte sich der Verein bewährt, "die Vereinsspitzen haben sich nie unterkriegen lassen und eine solide Basis für Vereinsarbeit geschaffen." Aus dem Samen von 1890 sei die Saat für gesellschaftliches Ansehen und sportliche Präsenz aufgegangen als Zeichen kontinuierlicher Vereinsarbeit, bestätigte Moll.

Humorvolle Zeitreise

Einen weiteren Höhepunkt beim Festabend setzte Rudolf Weber mit seiner Bilddokumentation, in der er die Versammelten auf eine Zeitreise von der Gründung bis heute mitnahm. Dabei gab es viel zu lachen, aber auch traurige Momente wurden wachgerufen. Für die treffsichersten Schützen und Schützinnen regnete es bei der Preisverteilung durch Dietmar Neugebauer und Schießleiter Günter Lanz dann Pokale und beachtliche Geldpreise. (Im Blickpunkt)
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