Hunger nach Vitamin "G"

Über kirchliche Haltungen zum Thema Sexualität diskutierten Jugendliche mit Pater William und jungen Vertretern der Gemeinschaft "Regnum Christi" im Altenclubraum. Bild: do

Der Glaube darf nicht zum Museumsstück werden. Davor warnte Pater Martin Baranowski bei einem Impulsvortrag für Erwachsene im Zuge der Volksmission.

Der Ordenspriester zitierte aus einer Einladung von Papst Franziskus, die persönliche Begegnung mit Jesus Christus zu erneuern. "Wer etwas wagt, den enttäuscht der Herr nicht", lautete die Erkenntnis Baranowskis.

Im großen Saal des Pfarrheimes warb der Ordensmann der Legionäre Christi für ein den Alltag prägendes und offenes Glaubensbekenntnis, das die Herzen der Menschen erreiche. Glaube könne nur dann erfahrbar werden, wenn er als Lust und nicht als Last empfunden werde.

Und: "Glaube weckt die inneren Bedürfnisse des Menschen." Jeder Mensch brauche eine Perspektive für die Ewigkeit. Zu lieben und geliebt zu werden, gehöre oftmals zu den unausgesprochenen Sehnsüchten. Nach Überzeugung des Referenten gebe es deshalb oft auch unbewusst einen Hunger nach Gott, dem sogenannten Vitamin "G". Er empfahl deshalb die lebendige Begegnung mit Christus als Geschenk zu erfahren und im Zuge der Pfarrmission Raum zu schaffen für die "Quellen der Liebe".

An erster Stelle stehe dabei die Nächstenliebe. "Die Seife nutzt nur, wenn sie angewendet wird. Die Nächstenliebe auch", merkte der Pater an. Teilhabe am Glauben bedeute aber auch, sich immer wieder neu zu entdecken und zu erneuern, Freundschaften zu schließen, Krisen zu überwinden und sich selbstbewusst, von der Liebe Gottes getragen zum Christsein zu bekennen.

Dem Impulsvortrag folgten Einzelgespräche in persönlicher Runde. Zur gleichen Zeit ging es im voll besetzten Altenclubraum um das Verstehen kirchlicher Botschaften zum Thema Sex. Jugendliche ab 16 Jahren diskutierten dabei mit Pater William Webster, Veronika und Eric Briemle sowie dem "missionarischen Begleitpersonal", jungen Leuten der Gemeinschaft "Regnum Christi".

Bereits am Nachmittag war für 11- bis 16-jährige Schüler und Jugendliche in der Turnhalle der Volksschule ein Gaudi-Turnier angeboten worden. Das Interesse daran war jedoch eher bescheiden.
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