Hungerlöhne zu Hungerrenten

VdK-Kreisvorsitzender Josef Rewitzer (links) und Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer (rechts) ehrten Vorsitzende Käthe Grünbauer, Werner Böhm, Brigitte Roth, Maria Steiner und Reinhard Biebl (von links) für ihre langjährige Treue zum Ortsverband. Bild: bey

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des VdK standen Ehrungen langjähriger Mitglieder. Vorsitzende Käthe Grünbauer lobte in ihrem Rückblick die Wahl von Werner Böhm zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden.

(bey) Zur Jahreshauptversammlung am späten Samstagnachmittag war eine überschaubare Zahl von Mitgliedern ins Naabtalhaus gekommen. Der Ortsverband selbst zählt nach den Worten der Vorsitzenden nach 14 Austritten oder Wegzügen, 19 Aufnahmen oder Zuzügen und 5 Todesfällen 118 Mitglieder. Damit ergab sich gegenüber der Jahreshauptversammlung im Dezember 2012 keine Änderung. Bei der Haussammlung "Helft Wunden heilen" wurden in die Sammelbüchsen 1317 Euro eingeworfen. Die Vorsitzende bedauerte, dass die Zahl der Sammler immer weiter zurückgehe.

Überraschung vorverlegt

Schriftführer Helmut Grünbauer berichtete über die Aktivitäten des Ortsverbandes, der sich in bewährter Weise im gesellschaftlichen Leben der Marktgemeinde einbringe. Dazu gehört die Mitwirkung beim Dorffest Oberwildenau oder auch die Teilnahme beim Totengedenken zum Volkstrauertag in Oberwildenau und Neudorf. Darüber hinaus besucht der Ortsverband kranke Mitglieder, gratuliert zu runden Geburtstagen und veranstaltet für seine Mitglieder Grillnachmittage und Feiern in der vorweihnachtlichen Zeit. Nach den Worten der Vorsitzenden wird es heuer keine Adventsfeier, sondern bereits am 15. November um 17 Uhr in der Bar des Naabtalhauses eine Überraschung geben.

Kreisvorsitzender Josef Rewitzer lobte die "Familien-Vorstandschaft". An die Gemeinde richtete er die Bitte, die Maßnahmen für die Schaffung der Barrierefreiheit nicht zu verschlafen. "Wir tun es für die Menschen", untermauerte der Kreisvorsitzende Rewitzer bedauerte, dass junge Menschen oftmals nach Erreichen eines bestimmten Ziels wieder aus dem VdK austreten. Bei der Höhe der Renten erwartet der Kreisvorsitzende ein deutliches Schrumpfen, gleichwohl bereits jetzt viele Rentner auf die Grundsicherung angewiesen sind. Die momentanen Einkommenssituationen vieler Menschen beschrieb Kreisvorsitzender Rewitzer drastisch: "Aus Hungerlöhnen werden Hungerrenten."

Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer sprach den geehrten Mitgliedern den Dank für die langjährige Treue zum VdK aus und hob besonders Vorsitzende Grünbauer heraus, die nicht nur seit 30 Jahren dem Ortsverband angehöre, sondern seit 26 Jahren auch das Amt der Vorsitzenden innehabe. Die angesprochene Barrierefreiheit sei in der alten Gemeindekanzlei in Luhe vorhanden, sagte das Marktoberhaupt. Wer in Oberwildenau eine Besorgung im Rathaus zu erledigen habe, aus gesundheitlichen Gründen aber nicht in das Gebäude komme, werde nach Absprache an der Treppe bedient oder es komme ein Mitarbeiter in die Wohnung. Preißer. Insgesamt ist der Bürgermeister skeptisch, ob überall die Vorstellungen der Bayerischen Staatsregierung bis 2022/23 erfüllt werden können.

Wunsch nach Urnenwand

Mit Blick auf den Oberwildenauer Friedhof kündigte der Bürgermeister an, Wünsche von Bürgern zu prüfen, inwieweit die Aufstellung einer Urnenwand möglich sei. Isolde Gewargis informiere sich derzeit auf anderen Friedhöfen.
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