"Ich war gerne Lehrerin"

Beim Sommerfest verabschiedeten Bürgermeister Günter Kopp (rechts), Pfarrer Markus Bruckner, Klassenelternsprecherin Magdalena Reger und Rektorin Christiane Böhm (von links) Ursula Pleier mit ihrer Tochter Anna (Dritte und Zweite von rechts) in den vorläufigen Ruhestand. Wer ihre Nachfolge antreten wird, steht noch nicht fest. Bild: jzk

Vor exakt vier Jahrzehnten trat Ursula Pleier in den Schuldienst ein. 38 Jahre davon unterrichtete sie an der Kulmainer Schule. Trotz der bekannten Abläufe und Gesichter habe sie ihre Arbeit stets als Herausforderung gesehen, betonte die stellvertretende Schulleiterin bei ihrer Verabschiedung.

Kulmain. (jzk) "Du hast unserer Schule deinen Stempel aufgedrückt und den Unterricht und das Schulleben in Kulmain nachhaltig geprägt", betonte Christiane Böhm. Die Rektorin dankte Pleier nicht nur für ihre schulische Arbeit, sondern auch für ihr erzieherisches Wirken. Positive Grundeinstellungen sowie persönliche und soziale Werte zu vermitteln seien ihr ebenso ein Anliegen gewesen wie das Heranführen der Schüler an eine gesunde Lebensführung und an die Kunst.

Besonders lobte Böhm auch die gute Zusammenarbeit innerhalb des Kollegiums, mit dem Kindergarten und externen Partnern sowie für die Unterstützung in der Schulleitung. Mit besten Wünschen für die Zukunft und mit Geschenken verabschiedeten sich die Kolleginnen von ihrer "Pleier Ursl".

Auch Bürgermeister Günter Kopp würdigte die Verdienste der scheidenden Lehrerin, die "in ihrer langen Dienstzeit an unserer Schule viel Gutes bewirkt hat". Als Geschenke überreichte er eine Armbanduhr der Gemeinde und das Kulmainer Heimatbuch. Pfarrer Markus Bruckner schloss sich den Dankesworten an. Er hatte einen Engel mit einem Herz mitgebracht. Drei weiße Rosen schenkte ihr Magdalena Reger aus Pleiers erster Klasse.

Von ihrer Klasse verzaubert

Von deren Lied sei sie "noch ganz verzaubert", bekannte Pleier tief bewegt: "Ich war gerne Lehrerin." Schule und Unterricht seien für sie eine ständige Herausforderung gewesen. Ihr Dank galt ihren Kolleginnen, Sekretärin Michaela Heining, dem Hausmeisterehepaar Bayer und den Eltern für die gute Zusammenarbeit.

Böhm ließ in Vertretung von Schulrat Rudi Kunz Pleiers beruflichen Werdegang kurz Revue passieren. 1972 legte sie am Gymnasium Marktredwitz die Abiturprüfung ab. Nach dem Lehramtsstudium an der Universität Erlangen trat sie 1975 ihren Vorbereitungsdienst an der Volksschule Kulmain an. Dort legte Pleier 1978 auch ihre zweite Lehramtsprüfung ab.

Nach einem Jahr an der Volksschule Kemnath und an der Sondervolksschule Trevesen folgten im September 1980 die Ernennung zur Lehrerin auf Probe und die Versetzung nach Kulmain. Im August 2005 wurde sie zur stellvertretenden Schulleiterin bestellt. Weil sie für ihre letzten vier Dienstjahre eine Altersteilzeit im Blockmodell gewählt hat, endet die Arbeitsphase am 31. Juli. Die tatsächliche Ruhestandsversetzung erfolgt erst am 17. Februar 2018.
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