Ilhan Koc erlöst den SC Ettmannsdorf mit einem Treffer aus 30 Metern
Glücklich über Glücksschuss

Ilhan Koc fasste sich ein Herz und zog ab, erfolgreich. Sein Treffer war zugleich das Siegtor. Bild: Eger
Ein Verzweiflungsschuss von Ilhan Koc aus 30 Metern entschied das Heimspiel des SC Ettmannsdorf gegen den ATSV Kelheim. Weil wegen dichten Abwehrriegels der Gäste spielerisch kein Durchkommen war, zog der heimische Mittelfeldspieler einfach ab und überwand den ATSV-Torwart zum 1:0, wobei dieser alles andere als souverän wirkte. Insgesamt war es ein Arbeitssieg der Gastgeber gegen eine sehr kämpferisch eingestellte Elf aus Niederbayern, die jetzt wieder Tabellenletzter ist.

Die Ettmannsdorfer zeigten sich geduldig, fanden aber zu keiner Zeit ihre spielerische Linie. Der Grund lag größtenteils an der vom Kelheimer Trainer gewählten Variante, mit zwei Viererketten anzutreten und so die Räume für die schnellen SC-Angreifer eng zu machen. Über die Außenpositionen lief nicht viel, weil der ATSV immer früh störte und so keinen Spielfluss aufkommen ließ.

Nach vorne waren die Gäste harmlos, sie besaßen so gut wie keine klare Torchance. Offensichtlich war ein torloses Remis der erklärte Plan, der lange Zeit aufzugehen schien. Ettmannsdorf hatte Probleme beim Spielaufbau, leistete sich - ebenso wie der Gegner - zahlreiche Abspielfehler. Gravierend waren diese bei der Heimelf aber auf dem Weg nach vorne.

Das Bemühen der Gastgeber, das erste Rückrundenheimspiel erfolgreich zu gestalten, war erkennbar. Doch es fehlte die Umsetzung. Weil kein Durchkommen möglich war, fasste sich Ilhan Koc in der 19. Minute aus 30 Metern ein Herz, zog ab und traf zur allgemeinen Verwunderung ins Netz. Der Vorsprung gab keine Sicherheit, es blieb bei einer zerfahrenen und durch viele Fouls unterbrochenen Partie.

Kurz nach der Pause schien sich eine Besserung anzubahnen, denn jetzt ergaben sich Torchancen. Eine Freistoßhereingabe von Ludwig Hofer köpfte Marco Seifert knapp über den Querbalken, dann scheiterte Marco Seifert nach einem Zuspiel aus dem Mittelfeld heraus freistehend am Schlussmann. Mitte der zweiten Hälfte war das Strohfeuer der Ettmannsdorfer dahin. Der ATSV kam etwas stärker auf, ohne für Gefahr sorgen zu können. Auf der anderen Seite blieb die Vorentscheidung durch ein zweites Tor aus.
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